US-Astronom muss sich vor Bundesgericht verantworten

21. Oktober 2009, 08:24
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52-jähriger wollte für Geld Informationen über nationale Verteidigung verraten

Washington - Ein wegen versuchter Spionage festgenommener Wissenschaftler in den USA ist einer Bundesrichterin vorgeführt worden. Richterin Deborah Robinson erläuterte Stewart N. am Dienstag in Washington die gegen ihn vorliegenden Anklagepunkte und setzte für den 29. Oktober eine Anhörung an, bei der entschieden werden soll, ob N. weiter in Haft bleiben muss. Der 52-jährige Astronom, der jahrelang für die US-Regierung gearbeitet hatte, war nach Angaben des US-Justizministeriums bereit, Informationen über die nationale Verteidigung gegen Geld zu verraten. Er war von einem FBI-Ermittler überführt worden, der sich als israelischer Geheimdienstagent ausgegeben hatte.

N. war laut US-Justizministerium zwischen 1989 und 2006 Geheimnisträger und hatte regelmäßig Zugang zu geheimen Informationen und Dokumenten über die Landesverteidigung. Unter anderem habe der Verdächtige im Energieministerium, für die Weltraumbehörde NASA und das Pentagon sowie als Berater für Raumfahrt im Weißen Haus gearbeitet. Nach Aussagen des gegen N. ermittelnden FBI-Agenten hatte N. dem vermeintlichen israelischen Geheimdienstagenten für 2000 Dollar (1300 Euro) und dann 9000 Dollar streng geheime Informationen geliefert. Dem Wissenschaftler droht nun lebenslange Haft. (APA/AFP)

 

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