Brasilien führt Kapitalsteuer ein

20. Oktober 2009, 17:13
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São Paulo - Brasiliens Finanzbehörden haben am Dienstag eine neue Steuer auf Kapitalflüsse in das Land eingeführt, um die starke Aufwertung der brasilianischen Währung Real zu stoppen. Ausländische Käufer von Aktien oder Anleihen müssen nun zwei Prozent Kapitalsteuer auf ihre Investitionen zahlen.

Der brasilianische Real ist seit Jahresbeginn um fast ein Drittel gegen den Euro und um rund 45 Prozent gegen den US-Dollar gestiegen. Der brasilianische Aktienmarkt gehört zudem zu den Märkten, die am stärksten gestiegen sind. Brasiliens Finanzminister Guido Mantega sieht die Steuer auch als eine Bremse für "exzessiv spekulative Investitionen und kurzfristiges Kapital".

Die Märkte reagierten leicht negativ auf die Steuer. Aktien fielen deutlich, da Analysten von sinkenden Handelsvolumina aufgrund der Steuer ausgehen. (sulu, DER STANDARD, Printausgabe, 21.10.2009)

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