Revolutionsgarden wollen Extremisten in Pakistan verfolgen

20. Oktober 2009, 16:54
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Drei Festnahmen nach Anschlag auf Revolutionsgarden - Verhaftete sind Iraner - Mottaki erneuert Vorwurf der Verwicklung Pakistans in Attentat

Teheran - Nach dem Attentat auf die Revolutionsgarden im Iran hat deren Heeres-Chef dem Staatsfernsehen zufolge die Erlaubnis für einen Gegenschlag auf pakistanischem Boden gefordert. Den Garden müsse genehmigt werden, die Extremisten auch im Nachbarland verfolgen zu können, sagte Mohammad Pakpour am Dienstag laut einem Bericht des Staatsfernsehens. Der Beitrag ließ offen, ob die Erlaubnis für einen solchen Einsatz von den iranischen oder den pakistanischen Behörden eingeholt werden soll.

Drei Festnahmen

Nach dem Anschlag sind drei Iraner wegen mutmaßlicher Beteiligung an dem Attentat festgenommen worden. Er könne aus Sicherheitsgründen keine Details über ihre Identität nennen, doch die festgenommenen "Terroristen" seien Iraner, zitierte die Nachrichtenagentur Fars am Dienstag den zuständigen Staatsanwalt, Mohammad Marsiah.

Die drei Verdächtigen seien in einer Ortschaft in der südostiranischen Provinz Sistan-Baluchistan gefasst worden. Ob es sich bei ihnen um Mitglieder der sunnitischen Rebellengruppe Jundallah handelte, die sich zu dem Anschlag bekannt hatte, wurde zunächst nicht bekannt.

41 Tote

In Sahedan, der Hauptstadt von Sistan-Baluchistan, waren bei einem Selbstmordanschlag am Sonntag mindestens 41 Menschen getötet worden, darunter nach Angaben des iranischen Fernsehens 15 Mitglieder der Revolutionsgarden. Der Iran hatte am Montag den USA, Großbritannien und Pakistan vorgeworfen, die für das Attentat verantwortlichen Rebellen zu unterstützen.

Am Dienstag erneuerte Irans Außenminister Manouchehr Mottakidie Anschuldigungen gegen Pakistan: Die Verantwortlichen des Attentats seien "illegal in den Iran gekommen", sagte er auf einer Pressekonferenz in Teheran. Sie seien im benachbarten Pakistan "stationiert" gewesen. (APA)

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    Bei dem Anschlag starben mindestens 41 Menschen.

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