Die Utopie der Superstadt

20. Oktober 2009, 16:08
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Diskussionsveranstaltung in Linz mit Anette Baldauf, Thomas Macho und Susanne Rogenhofer

Knapp fünfzig Jahre nach der Fertigstellung Brasílias scheint die Idee von der perfekten Stadt gescheitert. Zumindest die damit verbundenen Sozialutopien schlummern leise vor sich hin. Doch der Einfluss gebauter Architektur auf das gesellschaftliche Leben ist ungebrochen und die sozialpolitische Rolle der Stadt nach wie vor gewichtig. Zugleich tauchen in ökonomisch motivierten Projekten wieder klassische Stadtutopien auf: beispielsweise in der südkoreanischen Businessmetropole New Songdo, die eine vollständig vernetzte, ständig Daten austauschende Stadt werden soll.

Gründe und Anlässe für die Urbanistiker der Linzer Kunst-Uni, ein Symposium unter dem Titel Superstadt auszurichten. Kuratiert von Sabine Pollak werden dabei ungewöhnliche Stadtmodelle thematisiert und gegenwärtige Zustände außerhalb der Norm aufgesucht. Für ein breites Spektrum sorgen die Teilnehmenden und ihre Professionen. Von der Soziologin Anette Baldauf, über Philosoph Thomas Macho bis zur DJ Susanne Rogenhofer reicht der Bogen der Diskutanten. (wo, DER STANDARD/Printausgabe, 21.10.2009)

>> Linz, Kunst-Uni, Kollegiumgasse 2, 10.00-22.00

Link:
www.superstadt.at

  • Philosoph und Diskutant Thomas Macho.
    foto: tm

    Philosoph und Diskutant Thomas Macho.

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