Parlamentarier verklagen Oppositionsführer Moussavi

20. Oktober 2009, 15:35
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"Ruf des islamischen Staates beschädigt"

Teheran - Etwa hundert Abgeordnete des iranischen Parlaments haben Oppositionsführer Mir-Hossein Moussavi verklagt. Wie die Nachrichtenagentur Irna am Dienstag berichtete, werfen die Abgeordneten Moussavi vor, mit seinen "Aktionen und Mitteilungen" nach der Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad den "Ruf des islamischen Staates beschädigt" zu haben.

Er habe damit ein "nationales Verbrechen" begangen. Moussavis Aktionen hätten "öffentliche und private Güter beschädigt". Der Teheraner Abgeordnete Hamid Rassaeie sagte, die von rund hundert Abgeordneten unterschriebene Klage sei an Generalstaatsanwalt Gholamhossein Mohseni Ejeie übermittelt worden.

Moussavi war als Zweiter aus den umstrittenen iranischen Präsidentschaftswahlen Mitte Juni hervorgegangen. Er hatte nach dem Urnengang von massivem Wahlbetrug gesprochen. Seine Anhänger und die Unterstützer anderer Oppositionspolitiker waren zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen, um gegen das offiziell verkündete Ergebnis zu protestieren. (APA)

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