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Deshalb brauchen die nun gestrandeten oder wertlose Tickets in der Hand haltenden SkyEurope-Passagiere niemandem leid tun. Die meisten wussten, worauf sie sich einließen, oder sie hätten es wissen müssen. Schließlich war die Airline seit Juni insolvent. Und außerdem bekommen alle, die mit Kreditkarte gezahlt haben, ihr Geld zurück – und das ist die große Mehrheit.
SkyEurope wird nun vorgeworfen, nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens weitere 280.000 Tickets verkauft zu haben. Aber das Management hatte ja keine andere Wahl, wenn sie den Tod der Airline verhindern wollten. Schließlich konnte es nur über verkaufte Tickets zu Einnahmen kommen. In Wirklichkeit haben sie zu wenig verkauft, sonst wäre der Fluglinie nicht das Geld für Flughafengebühren uns Sprit ausgegangen.
Wem man einen Vorwurf machen kann, dann dem slowakischen Insolvenzgericht. Wäre SkyEurope eine österreichische Fluglinie, hätte sie mit der Konkurseröffnung sofort schließen müssen, sie hätte außerdem ihre Lizenz verloren. Das slowakische Insolvenzrecht folgt hingegen dem amerikanischen Modell eines "Chapter 11", das es insolvente Unternehmen erlaubt, unter Gläubigerschutz weiterzumachen.
Dies setzt allerdings eine halbwegs positive Betriebsprognose voraus, und die war bei SkyEurope sicher nicht vorhanden. Spätestens, als der Fliughafen Wien die Abfertigung der Flüge eingestellt hat, hätte der vom Gericht eingesetzte Verwalter die Notbremse ziehen müssen, wahrscheinlich schon viel früher.
Somit hat das Gericht ein Vorgehen ermöglicht, das bei uns als Krida geahndet wird. Ob dies als Gefälligkeit gegenüber der Fluglinie oder aus Sorglosigkeit geschah, ist unklar.
Anders als seine amerikanischen Kollegen haben die slowakischen Richter offenbar nicht die Erfahrung und die konsequente Objektivität, um Chapter-11-Verfahren fair durchzuführen.
Die geschädigten SkyEurope-Passagieren könnten sich deshalb am slowakischen Staat mit einer Staatshaftungsklage schadlos halten – vorausgesetzt, sie haben genügend Vertrauen in die slowakische Justiz. Aber wer gerne mit Flugtickets Lotterie spielt, tut das mit Klagen vielleicht auch.
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scheint mir eh glasklar zu sein: es gibt eine Frist für die Erarbeitung eines Fortführungsplans. Bis dahin gibt es nicht unbedingt einen Plan. Geschäfte mit eigentlich insolventen Unternehmen sind riskant, dass sie möglich sind, ist systeminhärent. Das österreichische Konkursmodell hat bekanntermaßen einen anderen Nachteil: dass Betriebe geschlossen werden müssen, auch wenn eine Weiterführung sinnvoller wäre.
bist du dir sicher?
soweit ich weiß, betrifft das einspruchsrecht nur sowas wie betrug (wenn z.b. ohne mein wissen mit meiner karte bezahlt wird), nicht aber, wenn se seine leistung aufgrund von konkurs nicht mehr erbringen kann..
die dame an der visa-hotline meinte, das geld für se-tickets wird in der regel 1-3 tage nach der flugbuchung zu se überwiesen und ich kann nur schaun, dass ich aus der konkursmasse mein geld bekomm..
wäre kein großer verlust, aber wenn ich ohne großen aufwand meine 50 euronen zurückbekommen könnte, warum nicht.. (was bei der sache mit der konkursmasse ja nicht der fall sein würde)
jaja, den eindruck kann ein laie schnell mal haben. wahr ist vielmehr, sie haben sie zu billig verkauft, die tickets - und das übrigens schon recht lange. aber wer mal schnell um 26 euro nach neapel jetten mag, den muss das wirklich nicht besonders beeindrucken...
da reicht seit 3 - 4 Monaten ein blick in eine Zeitung.
Und wenn Eine Fluglinie mich nicht mehr an dem Flughafen abfertigt ab dem ich gebucht habe, sondern an einem der sie noch fliegen lässt, dann sollte ich mir da vielleicht auch gedanken drüber machen.
in dem Staatshaftung mit Amtshaftung verwechelt wird?
der Unkenntnis über das Insolvenzverfahren von Sky Europe offenbart (es lag überhaupt noch kein Restrukturierungsplan dem Gericht bzw. den Gläubigern vor)?
der den Richtern Inkompetenz nahelegt, die diese noch gar nicht 'unter Beweis stellen' konnten?
in dem die eigentliche Schuld des (Mis)Managements verharmlost wird ("hatten keine andere Wahl" - der Antrag zu einem chapter 11 erfolgt durch das Unternehmen)?
der befindet, das Scheitern der Liquidität sei mit einer Fortbestehungsprognose vorhersehbar?
Frey kann sich glücklich schätzen, dass es keine Journalistenhaftung gibt.
Er sollte das verleumderische Staats-Bashing unterlassen, oder am besten gleich den Blog schließen!
Hätte der Staat bei der AUA nicht 500 Millionen hineingeschoben, dann wäre SkyEurope der Sieger und die AUA wäre der insolvente Buhmann.
Wie soll ein Billigflieger überleben, wenn sogar schon die staatlichen Fluglinien Tickets um 99 Euro verschleudern?
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