Nano-Antennen zur Datenübertragung mit Licht entwickelt

20. Oktober 2009, 14:36
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Wissenschafter fertigen optische Antennen aus Gold für Highspeed-Datennetze

Frankfurt/Main - Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben mikroskopisch kleine Antennen für die Übertragung von elektromagnetischen Wellen entwickelt. Diese winzigen Sender/Empfänger ermöglichen Datenübertragungen mit einer Geschwindigkeit, die 10.000 Mal so hoch ist wie mit der aktuell üblichen Funkübertragung, und das bei geringerem Energieverbrauch.

Die aus Gold gefertigten Antennen sind nicht größer als eine halbe Lichtwellenlänge, das sind maximal 350 Nanometer (ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter). Die optischen Highspeed-Datenübertragung verwendet extrem hohe Frequenzen von einigen 100.000 Gigahertz - herkömmliche Radiowellen bewegen sich im Kilo- und Megahertz-Bereich. Die hohe Frequenz der Wellen erlaubt damit eine extrem schnelle Modulation von Datensignalen.

Elektronenstrahllithografie

Die Dipol-Antennen zum Senden und Empfangen müssen deswegen so winzig sein, weil der Empfang optimal ist, wenn die Antennenlänge etwa halb so groß ist wie die Wellenlänge. Die verwendeten Wellen sind 600 Nanometer lang, was eine Antennenlänge von höchstens 350 Nanometer bedingt.

Um die im Nano-Bereich geforderte Präzision zu ermöglichen, setzten die Wissenschaftler der DFG-Heisenberg-Gruppe "Nanoscale Science" am Lichttechnischen Institut des KIT das Verfahren der Elektronenstrahllithografie ein. Die Ergebnis der Forschungsarbeit wurden in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift Nanotechnology vorgestellt. (red/APA/AP)

  • Nano-Dipolantennen unter dem Mikroskop: Die Farben zeigen die jeweils unterschiedlichen Sendefrequenzen.
    foto: lti

    Nano-Dipolantennen unter dem Mikroskop: Die Farben zeigen die jeweils unterschiedlichen Sendefrequenzen.

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