Hofburg ist beliebtester Ort für Wiens Ballbesucher

20. Oktober 2009, 13:54
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International am stärksten nachgefragte Tanzveranstaltungen - In der Saison 2010 werden laut Studie 315.000 Ballbesucher erwartet

Im Walzertakt durch imperiale Gemäuer: Laut Umfragen und Analysen der Wiener Wirtschaftskammer und von Wien-Tourismus ist die Top-Location für viele in- und ausländischen Ballbesuchern die geschichtsträchtige Hofburg. So würden die international bekanntesten und am stärksten nachgefragten Tanzveranstaltungen vorwiegend in der ehemaligen Kaiserresidenz stattfinden, erklärte Norbert Kettner, Geschäftsführer von Wien-Tourismus am Dienstag.

Die Hofburg ist aber nicht nur bei den ausländischen Gästen beliebt, sondern auch bei den Wienern. Laut einer kürzlich veröffentlichten Wirtschaftskammer-Studie landete sie mit 45 Prozent auf Platz eins der beliebtesten Veranstaltungsorte, gefolgt vom Rathaus (20 Prozent) und dem Palais Auersperg und Parkhotel Schönbrunn (jeweils zehn Prozent). Die Gäste würden dabei besonders die "Aura und das Flair" der kaiserlichen Räume schätzen, meinte Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank.

315.000 Ballbesucher werden erwartet

In der Saison 2010 werden laut Studie 315.000 Ballbesucher erwartet, davon werden zwischen 50.000 und 55.000 Personen in den kaiserlichen Gemäuern im Dreivierteltakt ihre Runden drehen. Darunter viele Balltouristen, sollen doch laut Wirtschaftskammer etwa 80.000 aus den Bundesländern oder dem Ausland kommen. Die meisten würden dabei aus den Nachbarstaaten wie Deutschland und Schweiz, aber auch zunehmen aus Nordamerika und Russland anreisen, weiß Tourismus-Direktor Kettner.

Die insgesamt 17 Traditionsbälle in der Hofburg sind ein Wirtschaftsfaktor: Pro Kopf werden laut einer von den Hofburg-Betreibern in Auftrag gegebenen Analyse durchschnittlich 197 Euro ausgegeben, den Großteil davon für Speisen und Getränke (37,6 Prozent). In Summe generieren die Tanzveranstaltungen für Wien eine Wertschöpfung von 10,2 Mio. Euro. Das ist knapp ein Sechstel der Gesamtwertschöpfung aller Wiener Bälle in der Saison 2008/2009. Diese lag laut Wirtschaftskammer Wien bei 64 Mio. Euro.

Beliebt ist die Hofburg wohl nicht nur wegen ihres imperiales Flairs, sondern auch wegen ihrer geschichtsträchtigen Veranstaltungen. So feiert der TU-Ball 2010 sein 195-jähriges Bestehen, den Juristen-Ball gibt es bereits seit 193 Jahren. Die beiden größten Veranstaltungen sind der Kaffeesieder- und der Jägerball - bei diesen ist sogar angedacht, sie auf die Winterreitschule auszuweiten. (APA)

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