Neuer Standort bringt Ikea Umsatzplus

20. Oktober 2009, 13:26
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Trotz schwieriger Konjunkturlage hat Ikea Österreich das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Plus von 6,5 Prozent abgeschlossen

Wien - Trotz schwieriger Konjunkturlage hat Ikea Österreich das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 mit einem Umsatzplus von 6,5 Prozent auf 566,3 Mio. Euro abgeschlossen. Der Großteil des Wachstums ist jedoch auf den neuen Standort in Klagenfurt zurückzuführen, der im November 2008 eröffnet wurde. Flächenbereinigt habe man ein leichtes Plus erreicht, wie die neue Chefin von Ikea Österreich, Giny Boer, und Finanzchefin Renate Grün am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz sagten.

"Wir hatten ein super Jahr", brachte es Boer auf den Punkt. Denn neben dem Umsatzplus habe Ikea Österreich auch neue Kunden ansprechen können bzw. haben Stammkunden mehr ausgegeben. Insgesamt haben 12,6 Millionen Besucher bei einem der sieben Ikea-Standorte in Österreich im abgelaufenen Geschäftsjahr eingekauft, um 7,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Auch die ersten beiden Monate des neuen Wirtschaftsjahres hätten gut angefangen.

Ikea Österreich hat im Vorjahr mehr als 80 Mio. Euro in Österreich investiert, vor allem in den neuen Standort in Klagenfurt, in den 55,2 Mio. Euro geflossen sind. Aber auch Graz und Vösendorf seien umgebaut worden, so Grün.

Moderne Umwelttechnik

Ein Teil der Investitionen werde immer wieder für moderne Umwelttechnik aufgewendet, etwa für Erdwärmepumpen in Klagenfurt, die Umstellung auf Biomasse in Salzburg oder öffentliche Busverbindungen in Haid. Zudem deckt Ikea Österreich seit Jahresbeginn seinen gesamten Strombedarf für die sieben Einrichtungshäuser, das Zentrallager in Wels und die beiden Einkaufszentren der Schwestergesellschaft Inter Ikea Center Group zu 100 Prozent mit Ökostrom ab. Ikea ist damit den Angaben zufolge das erste große Unternehmen Österreichs, das bei Strom ausschließlich auf erneuerbare Energieformen setzt.

Strategischer Fokus im neuen Geschäftsjahr werde der Kernbereich Wohnen, also das Wohnzimmer, Schlafzimmer und die Küche sein, sagte Boer. "Wir werden uns jetzt aber primär auf die inneren Werte konzentrieren", sagte die neue Ikea-Österreich-Chefin. Die Strategien seien klar, jetzt gehe es um die Umsetzung. Im Zuge dessen soll etwa auch die Mitarbeiterschulung ausgebaut werden.

Führungsteam erweitert

Erste konkrete Maßnahme der neuen Ikea-Chefin war die Erweiterung des Führungsteams von vier auf acht Manager. Neu dazugekommen ins oberste Gremium seien etwa Zuständige für Logistik, Kommunikation, Einrichtung und Expansion.

Das Thema neuer Standort für Österreich werde zwar weiter verfolgt, sei aber 2010 noch nicht spruchreif, sagte Boer.

Wie berichtet hat Ikea Österreich im laufenden Geschäftsjahr die Preise leicht um knapp 1 Prozent über alle Produktgruppe erhöht - nach Jahren mit Preissenkungen, wie betont wurde. So kostet heute beispielsweise das Regal Billy 35 Euro. Vor 30 Jahren, als es entworfen wurde, lag der Preis bei umgerechnet 65 Euro. (APA)

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