Zurückgekehrte PKK-Delegierte wieder frei

20. Oktober 2009, 13:51
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Fünf Mitglieder der Delegation waren kurzfristig festgenommen worden

Istanbul - Die Türkei erwartet die friedliche Rückkehr von weiteren Kämpfern der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK aus dem benachbarten Nordirak. Insgesamt werde mit bis zu 150 Personen gerechnet, sagte der türkische Innenminister Besir Atalay am Dienstag in Ankara. "In den kommenden Tagen werden wir mehr gute Nachrichten hören", sagte er vor Journalisten.

Als Zeichen des Friedens hatten am Vortag acht PKK-Rebellen den bewaffneten Kampf aus dem Nordirak gegen die Türkei aufgegeben. Zusammen mit 26 türkisch-kurdischen Flüchtlingen aus dem Lager Machmur folgten die Bewaffneten einem Aufruf des seit mehr als zehn Jahren inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan und kehrten über den Grenzübergang Habur friedlich in die Türkei zurück.

Am zum Dienstag wurden vorerst 29 Kurden auf freien Fuß gesetzt, fünf PKK-Mitglieder wurden bis zum Nachmittag vor einem eigens am Gerenzübergang errichteten Zivilgericht vernommen, schleißlich aber ebenfalls freigelassen Gegen sie lägen Haftbefehle vor, die nur von Gerichten aufgehoben werden könnten, berichteten türkische Medien.

Amnestie

Nach einem vor längerer Zeit in Kraft getretenen Integrationsgesetz können PKK-Angehörige, die sich den Behörden freiwillig stellen, straffrei ausgehen, wenn sie selbst sich an keinen bewaffneten Aktionen beteiligt haben.

Bereits vor zehn Jahren hatte Öcalan eine PKK-nahe "Friedensgruppe" in die Türkei beordert. Die Mitglieder der damaligen Gruppe wurden festgenommen und zu teils langen Haftstrafen verurteilt. Die Tatsache, dass diesmal die überwiegende Zahl der Rückkehrer von Habur von der Justiz auf freien Fuß gesetzt wurden, wurde von der Regierung begrüßt, weil die Freilassungen weitere PKK-Anhänger im Irak zur Rückkehr bewegen könnten.  (red/APA/AP)

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    In Silopi begrüßte tausende Kurden die PKK-Delegierten

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    Straßensperre auf dem Weg vom Grenzübergang Habur nach Silopi.

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