Manche Familien sind eben weniger schützenswert

10. März 2009, 10:30
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Wer wohlbehalten aufwächst, wird weniger leicht straffällig, heißt es ja. Nun kann die Politik natürlich nicht so leicht beeinflussen, wie es in den Familien drinnen ausschaut. Bei manchen tut sie es aber doch:

Da gibt es Familien, wo der Vater und seine zwei Kinder einen negativen Bescheid kriegen, die Mutter und zwei andere Kinder aber einen positiven. Die Hälfte der Familie soll nun abgeschoben werden. Was ist denn das? Schutz des Familienlebens?

Dann haben wir eine Familie, die lebt in der Steiermark, und die Großmutter lebt in Traiskirchen. Natürlich wäre die gerne ihren Angehörigen in der Steiermark, sollte doch kein Problem sein. Ist es aber: Ich habe die entsprechende Behörde fragen wollen. Zuerst mauern sie wegen Datenschutz, dann fordern sie, nach dem sie mich angeschnauzt haben, von mir ordentliches Benehmen ein, und dann heißt es, das geht nicht - "weil das keine Kernfamilie ist".

Ob eine Familie schützenswert ist, richtet sich in Österreich eben nach der Herkunft. Und genauso ist es wohl bei der Gesundheit: Wir haben da einen Mann mit einer schweren Kopfverletzung. Zwar wurde er operiert, aber er hat immer noch große Schmerzen. Die Ärzte geben noch keine Schmerzmittel, weil sie herausfinden müssen, was der genaue Grund für die Schmerzen ist. Bis es soweit ist, darf er aber nicht in der Stadt leben - nein, er muss weit hinaus aufs Land. Er hat aber schon Probleme, überhaupt das Fahrtgeld zusammen zu bekommen, damit er in eine größere Stadt kommt, um die komplizierten Untersuchungen machen lassen zu können. Für die Behörden ist die Erklärung aber ganz einfach: "Es gibt ja auch am Land Ärzte."

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