Kindle ist in Österreich gelandet

19. Oktober 2009, 17:57
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    Vorerst 300.000 englische Titel und einige internationale Zeitungen: Amazons E-Book Kindle wird jetzt in 100 Ländern verkauft und über Mobilfunk mit Büchern beliefert.

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Der Verkauf von Amazons E-Book Kindle ist der erste ernsthafte Test dafür, ob sich eine digitale Bücherkultur ausbreiten kann

 Knapp zwei Jahre nachdem Amazon sein elektronisches Lesegerät Kindle in den USA auf den Markt brachte, beginnt Amazon mit der Internationalisierung seines E-Book-Markts. Wie berichtet wird seit Montag, der Kindle in rund 100 Länder in aller Welt geliefert, darunter auch Österreich. Dazu gibt es ein aufgrund Lizenzbedingungen variierendes Angebot an Titeln, in Österreich vorerst rund 300.000.

289 Gramm

Die Entwicklung des internationalen Angebots sei komplexer, als nur das Gerät in all diese Länder zu liefern, erklärt Ian Freed, für das Kindle-Programm zuständiger Amazon-Vizepräsident im Gespräch mit dem Standard. Denn der Kindle ist das, was Technologieunternehmen gerne ein Ökosystem nennen: Das E-Book selbst, ein A5 großes, neun Millimeter dünnes und 289 Gramm schweres Lesegerät mit 6-Zoll-Display (15,2 cm) ist nur Teil einer größeren Kette. Die beiden wesentlichen Schritte, um damit ins "Ausland" (also außerhalb der USA) gehen zu können, seien Verträge mit Mobilfunkern, die Bücher "ausliefern" , sowie die internationalen Rechte für bereits eingestellte englische Titel.

60 Sekunden Lieferzeit

Wenn der Kunde einen Titel bei Amazon kauft, was über Kindle selbst oder die Amazon-Webseiten erfolgen kann, wird dieser über Mobilfunk innerhalb von rund 60 Sekunden auf das Gerät geladen. Die Gebühren dafür sind im Buchpreis enthalten, der Benutzer muss sich nicht um einen Mobilfunkvertrag kümmern oder auf Roaminggebühren achten. Auch wenn man im Urlaub Krimis nachlädt, fallen keine gesonderten Kosten an, wie es geplagte Handyfonierer bei Datendiensten im Ausland sonst gewohnt sind.

In gewisser Weise bleibt der Kindle in der internationalenStartphase ein Pilotprojekt: Sinnvoll nur für Menschen, die englische Titel lesen, auch wenn es im Zeitungsbereich aus fast allen europäischen Ländern Angebote gibt wie FAZ und Handelsblatt aus Deutschland. "Die drahtlose Technik zum Funktionieren zu bringen ist für uns die wesentlich größere Herausforderung als die Ausweitung auf weitere Sprachen" , sagt Freed. Jetzt könne man dies in Angriff nehmen, und er sei überzeugt davon, dass deutschsprachige Verlage so wie die englischsprachigen Interesse daran haben, ihre Bücher auch digital zu verkaufen, sobald sie sehen, dass der Kindle vom Publikum angenommen wird. "Kindle-Kunden kaufen dreimal so viele Titel wie andere."

Kopf-an-Kopf-Rennen

Seit Juni 2008 erfasst Amazon das Verhältnis von Print- zu Digitalversionen bei Büchern, die in beiden Varianten gibt; anfangs lag es bei 100:15, zuletzt bei 100:48. "Und seit wir mit der Auslieferung von Dan Browns ‚Lost Symbol‘ begonnen haben, gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Mal ist Print vorne, dann Digital."

240 Euro

Rund 240 Euro kostet der Kindle inklusive Zoll und Zustellung (der Versand erfolgt über den US-Händler, nicht aus Deutschland), Preise für Titel variieren, etwa 12 bis 14 Dollar für Titel der New York Times-Bestseller und Neuerscheinungen. Diese Titel kann man auf mehreren Kindles lesen (für den jeweils gleichen Besitzer), ca. 1500 Bücher passen auf ein E-Book, wobei Amazon alles für seine Kunden "aufhebt" , inklusive Notizen oder Lesezeichen, die auf alle verwendeten Geräte (auch auf das iPhone, für das es eine Kindle-Software gibt) synchronisiert werden. Auch eigene Dateien (z.B. PDF von Unterlagen) können über Kabel auf den Kindle geladen werden oder drahtlos über eine spezielle E-Mail-Adresse (für 67 Eurocent pro Datei). (Helmut Spudich, DER STANDARD Printausgabe, 10. Oktober 2009)

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Posting 1 bis 25 von 252
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GAT
 
00
23.10.2009, 11:22
Frage der Zeit

Ich bin gespannt, wann Zeitungen (endlich) auf die Idee kommen werden, digitale Abos (ähnlich wie Podcasts) für eBook-Reader anzubieten.

viola merda
00
22.10.2009, 19:04
Kindle und Kindel...

Beide zum scheitern verurteilt.

Harald Nowak
00
21.10.2009, 21:52
BuchUNKultur...

...müsste man das nennen - die wichtigsten positiven Aspekte des Buchs gehen verloren: Sicherheit der "Daten" über Jahrhunderte (!) und bequeme und jederzeit mögliche Verwendung (auch wenn kein Strom da is, die Akkus leer sind, der Verkäufer aus dubiosen rechtlichen Gründen die bereits verkauften Inhalte wieder zurücknimmt, etc. etc.). Ach ja, ich vergaß: besser fürs Auge ist allemal das Buch sowohl was Kontrast als auch "Refreshrate" betrifft.

zeamount
00
22.10.2009, 15:47

puha, ist das wirklich so schwer, über den tellerrand zu blicken? es zweifelt ja keiner an, dass das buch etwas wunderbares ist, aber die möglichkeiten, die ein ebook schafft (nicht die aktuellen modelle), sind derart mannigfaltig, dass sie die natürlich vorhandenen vorteile des buches locker kompensieren. das beginnt beim material- und transportaufwand für milliarden an druckwerken bis hin zur massiven platzersparnis, dem flexiblen content, den man bearbeiten, kommentieren, teilen kann ohne das buch dauerhaft zu beschädigen der der erleichterung für sehbehinderten mit versch. schriftgrößen und vorlesemodus. vom leichteren publizieren für autoren, dem wegfall der druckkosten, ganz zu schweigen ...

maria rove
00
25.10.2009, 10:02

@ zeamount: Genau, und nicht zu vergessen, das Aus für parasitäre (Wissenschafts-) Verlage!

gerhard aigner
00
22.10.2009, 13:40
Achso?

Was für eine "Refreshrate" hat den so ein Ebook-Reader? Und was ist wenn ein Buch verbrennt? Wie einfach können Sie ein Backup davon machen?
Ich sehe schon: Sie sind gut informiert...

kaouch2000
00
21.10.2009, 09:49

Mit E-Books kann man dann auch im Dunkeln lesen. Für mich einer der wenigen Pros.

Helga Schuster
00
25.10.2009, 18:23
im Dunkeln

nur mit dem passenden Equipment - Leselampe etc. da hat der Unkurze recht.... abgesehen davon gebe ich zu bedenken, dass das Angebot an Ebooks noch recht eingeschränkt ist. Ob nun im Dunkeln oder nicht...

der wandelnde Dunning-Kruger-Effekt
00
22.10.2009, 09:18

Kommt drauf an: hast ‘ne Taschenlampe?

Der Unkurze
01
21.10.2009, 13:14

mit einem ebookreader kann man das eigentlich nicht..

ja aber
01
20.10.2009, 16:55
im internet zeitalter darf man nur buecher aus oesterreich kaufen???

online-buecher aus der usa sind illegal. gehts noch umstaendlicher? gekaufte buecher darf man nicht weitergeben? da ist ein richtiges buch derzeit noch im vorteil.

Don Mazzarello
01
20.10.2009, 15:38

richtig interessant werden diese dinger wenn sie farbdisplays kriegen (ok für bücher nicht notwendig, aber für zeitschriften sehr wohl) und vielleicht mit multitouchscreens ausgestattet werden. ansonsten würd ich auf das kindle dx warten.

Don Mazzarello
00
20.10.2009, 21:00

schaut net schlecht aus. danke für den link.

mit_abstand
00
20.10.2009, 14:30

Ich nehm mal an, wenn man auf dem Teil pdf-files mit Grafiken in A4-Größe lesen will, wird das Layout durch die Konvertierung zerschossen? Die kleine Schrift (A4 auf 6 Zoll) würde mir nichts ausmachen, aber Layout muss erhalten bleiben.

Nitram1988
00
20.10.2009, 23:06
Ich kann den Sony Reader empfehlen.

Läuft bei mir super und der Touchscreen ist auch nett.

mit_abstand
02
20.10.2009, 14:49

Sowas wär mir dann doch lieber: http://www.youtube.com/watch?v=N2sBDlo5rN4

The Resistance
02
20.10.2009, 15:03

700 Euro? lol... da warte ich lieber auf Plastic Logic.

py rx
08
20.10.2009, 14:05
sodala,

jetzt lass ma uns zwei jahre zeit, dann gibts das ganze um an hundata, mit an vernünftig grossen display und freier software, mit der ma auch alles lesen kann. nur ned hudln (und der industrie extraprofite bescheren ...)!

Mucosaprolaps
00
20.10.2009, 14:56

... außerdem sind die Kopierschutzmechanismen dieser Dinger auch in spätestens 2 Jahren hinüber. Dann wird die herkömmliche Buchbranche eingehen, weil keiner mehr für Bücher bezahlt ....

Bernhard B.
00
20.10.2009, 14:05
kinderkrankheiten

mal abgesehen von dem ganzen drm und "ich unterstütze nur meine eigenen formate"-scheiß, ein 6 zoll display ist ja ein mäusekino...der kindle dx wär vom display her schon besser

WannabeArtist
05
20.10.2009, 13:45
Kein nativer PDF Support

Alleine schon deswegen uninteressant, PDFs bekommt man nur konvertiert auf diesen Reader, und das wiederum nur wenn man sie per Email an den Amazon Konvertierungsdienst schickt oder selbst in MobiPocket Format konvertiert.
Der größere DX bietet wenigstens die Möglichkeit PDFs per USB direkt zu kopieren, ohne irgendwelche Zwischenschritte.

verinus
00
20.10.2009, 15:18

stimmt wär besser endlich pdf anzubringen.

pdf ist nämlich wirklich das unpassendste format für ebooks. vor allem wos einen offenen standard gäb...

¤
00
20.10.2009, 14:04

Kostet der Amazon Konvertierungsdienst etwas bzw. gibts da eine max. Anzahl an PDFs die ich pro Zeitraum konvertieren kann?

Craig Christ
00
21.10.2009, 11:16

Was geht Amazon an was ich auf meinen Reader raufgebe?

Am Anfang isses vllt noch frei, spaeter ueberpruefen/kontrollieren sie was rauf kommt. Ausserdem koennen sie Statistiken ueber dich anlegen und wehe du laedst eine Bombembastelanleitung rauf.

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