Perspektivenwechsel mit Ablaufdatum

19. Oktober 2009, 17:42
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Was kostet die kurzzeitige Architektur? Und welchen Nutzen hat sie?

Ende nächster Woche wird in Linz der Höhenrausch abgebaut. Mit knapp 250.000 Besuchern ist das temporäre Projekt des japanischen Architekturateliers Bow-Wow in Zusammenarbeit mit dem Linzer Büro Riepl Riepl Architekten der mit Abstand erfolgreichste und bekannteste Programmpunkt von Linz 09. Rund ein Viertel aller Linzer denkt beim Kulturhauptstadtjahr als erstes an den Höhenrausch. Das bestätigt eine im September durchgeführte Umfrage des Linzer market-Instituts.

Während die provisorische Himmelsstiege und das knallrote, 26 Meter hohe Riesenrad auf dem Dach des siebenstöckigen City-Parkhauses, der City-Center-Passage und des Offenen Kulturhauses (OK), noch bis 31. Oktober zu besichtigen sind, ist der Großteil der temporären Architekturprojekte bereits abgebaut.

Das Gesamtbudget für die vorübergehenden Außenraum-Installationen des heurigen Kulturhauptstadtjahres - dazu zählen Höhenrausch, Gelbes Haus Bellevue, Linzer Auge, Kranker Hase sowie 80+1 Eine Weltreise - beläuft sich auf rund 4,8 Millionen Euro. Bringt man die unterschiedlichen Aussagen von Architekten und Betreibern auf einen gemeinsamen Nenner, machen die Baukosten davon rund 1,4 Millionen Euro aus. Der Rest entfällt auf den laufenden Betrieb mitsamt Ausstellungsprogramm und kultureller Bespielung.

Im Bild: Ein Leben nach dem "Höhen-rausch" : Das Riesenrad ist angemietet, die 200 Kubikmeter Fichten- und Tannenholz gehen zurück ans Bauunter-nehmen, wo sie im angrenzen-den Heizkraft-werk als Bio-masse verheizt werden.

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