Fingerabdruck bei Grenzkontrolle

19. Oktober 2009, 16:39
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Bürgerrechtler kritisieren Speicherung von Fingerabdrücken

Paris - Mit einem Fingerabdruck können EU-Bürger künftig in Frankreich bei der Einreise in oder der Ausreise aus der Schengenzone schnell die Grenzkontrollen passieren. Das Verfahren sei freiwillig, erklärte Einwanderungsminister Eric Besson vor der Präsentation des ersten Erfassungsterminals am Montag auf dem Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle. Bürgerrechtler kritisierten die Initiative als Schritt zur biometrischen Erfassung der Bevölkerung.

Das Konzept heißt Parafes (Automatisierter schneller Durchgang an den Schengen-Außengrenzen) und soll zunächst an den großen Flughäfen umgesetzt werden. Die Passagiere müssen dabei in dem Erfassungsterminal einen optisch lesbaren Pass und die Abdrücke ihrer acht Finger (ohne die Daumen) einlesen. Sie können dann eine Schranke passieren, ohne dass ein Grenzbeamter ihren Pass in die Hand nimmt.

Das System soll die legale Einwanderung erleichtern und die illegale Einwanderung erschweren. Die Daten werden fünf Jahre lang gespeichert. Für die Pariser Liga für Menschenrechte LDH steckt hinter der angepriesenen Beschleunigung des Grenzübertritts allerdings das Ziel, "die Fingerabdrücke einer möglichst großen Zahl von Franzosen" zu erhalten. "Nach der Überwachung der Häftlinge und der Erfassung von Personen, die Straftaten verdächtigt werden, fordert man jetzt die anständigen Bürger auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und freiwillig ihre Fingerabdrücke zu geben, um eine riesige Datenbank zu schaffen", sagt LDH-Präsident Jean-Pierre Dubois der Zeitung "Le Parisien" (Montag). (APA)

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    Wer seinen Fingerabdruck hergibt kommt schneller voran.

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