Kultkörper

25. August 2008, 11:21
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Tätowierungen haben sich in einigen Kulturen über Jahrhunderte behauptet. Sei es als Zeichen der Stammeszugehörigkeit, des Mutes und der Männlichkeit oder des sozialen Status - es gab auf jeden Fall ein Leben vor dem Arschgeweih. DMAX zeigt in der Dokuserie "Miami Ink" ein Tattoostudio und die Arbeiten der Mitarbeiter; pro Sendung kommen durchschnittlich drei bis vier KundInnen die ihren Körper auf ewig verschönern lassen wollen.

 

Letztes Mal kam ein Mann um sich ein Tattoo als Andenken an seine Tochter stechen zu lassen. Es sollte daran erinnern dass sie mit zwei Jahren Krebs bekam und ihn ein Jahr später besiegt hatte. Das Motiv zeigt ein kleines blondes Mädchen das auf einen Zellklumpen einschlägt. Der Grat zwischen Verschönerung und Verschandlung des Körpers ist oft sehr schmal. Andrerseits wollen viele ihren Körper nicht schmücken, sondern eine dauerhafte Erinnerung mit sich herum tragen. Für immer. Schön.

Zapp-Faktor: 3

 

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