Auch heimische Betriebe gefährdet

19. Oktober 2009, 13:56
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Sinkende Spannen und steigende Betriebskosten

Wien - Die Pleitewelle bei den deutschen Autohändlern verheißt für die österreichische Branche nichts Gutes, sagte Gustav Oberwallner, Obmann des Fahrzeughandels in der Wirtschaftskammer Österreich, am Montag in einer Aussendung. Sinkende Spannen und steigende Betriebskosten würden "die zumeist dünne Eigenkapitalausstattung betroffener Kfz-Betriebe" belasten. Im Fall restriktiver Kreditvergaben sei dies "einer der Hauptursachen für die Existenzgefährdung unserer Betriebe" und auch in jenen der EU-Nachbarstaaten.

Dass die Händler unter Druck kommen, hat Alfred Stadler, Vorstand der Wolfgang Denzel Holding AG, bereits Anfang August kommen sehen. Insbesondere mittelgroße Händler seien betroffen, sagte er damals.

In Deutschland haben zwischen Jänner und Juli 2009 788 Kfz-Handels- und Servicebetriebe Insolvenz angemeldet, das sind 22 Prozent mehr als vor einem Jahr, berichtet die "Automobilwoche". Für Österreich gebe "es noch keine schlechten Nachrichten", sagte Oberwallner auf APA-Anfrage. Zurückzuführen sei dies auf "andere Strukturen". Hierzulande gebe es große Player", die heimischen Kleinbetriebe seien flexibler und es gebe auch "geografische Vorteile", so Oberwallner. (APA)

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