Vor einem Jahr starb Ex-Bürgermeister Zilk

19. Oktober 2009, 13:16
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Gedenkmesse im Stephansdom - Zeitung: Umbenennung des Albertinaplatzes in Zilk-Platz fix - Laut Rathaus Entscheidung noch nicht gefallen

Wien - Vor einem Jahr, am 24. Oktober 2008, ist der Wiener Altbürgermeister Helmut Zilk gestorben. Der prominente SPÖ-Politiker war zehn Jahre lang, von 1984 bis 1994, Stadtoberhaupt. Aus Anlass des Jahrestages findet am kommenden Mittwoch im Stephansdom eine Gedenkmesse statt. Und auch die Frage, welche Straße bzw. welcher Platz künftig den Namen des einstigen Bürgermeisters tragen wird, dürfte sich demnächst klären.

Die Gedenkmesse am 21. Oktober im "Steffl" wird von Dompfarrer Toni Faber zelebriert. Sie beginnt um 18.00 Uhr. Musikalisch wird die Feier von einem Ensemble der Wiener Philharmoniker und Dommusikus Thomas Dolezal begleitet.

Erst nach dem ersten Todestag wird bekanntgegeben, welche Verkehrsfläche künftig an Helmut Zilk erinnert. Denn in Wien wird stets ein Jahr gewartet, bis Straßen oder Plätze nach einer verstorbenen Persönlichkeit benannt werden. Laut einem Bericht der Tageszeitung "Österreich" ist bereits entschieden, dass der Albertinaplatz - auf dem sich das von Zilk initiierte Holocaust-Mahnmahl befindet - nach dem Ex-Bürgermeister benannt wird.

Im Büro von Bürgermeister Michael Häupl wurde betont, dass die Entscheidung noch nicht gefallen sei. Häupl hat wiederholt versichert, dass Wien ein besonders würdiges Gedenken "im Stadtbild sichtbar" machen wird, man jedoch die Jahresfrist abwarten wolle. Für eine Umbenennung des Albertinaplatzes hat sich zuletzt auch Zilks Witwe Dagmar Koller ausgesprochen. Zumindest gibt es bereits den Dr.-Helmut-Zilk-Wald in Liesing, der am gestrigen Sonntag feierlich eröffnet wurde. (APA)

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    Dagmar Koller vor dem Grab ihres Mannes, Helmut Zilk.

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