Firefox: Mozilla blockiert Microsoft-Plugin

19. Oktober 2009, 11:29
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.Net-Framework-Erweiterung wurde auf Blockliste gesetzt - Aktuelle Sicherheitslücke als Auslöser - Teilweise Rücknahme

Über eine bei aktuellen Firefox-Versionen regelmäßig aktualisierte Blockliste kann das Mozilla-Projekt einzelne Plugins zentral für die NutzerInnen der eigenen Software deaktivieren - ein Schritt den man nun zum ersten Mal auch tatsächlich vorgenommen hat. So hat man am Wochenende - vorübergehend - zwei Microsoft-Plugins auf die "schwarze Liste" gesetzt.

.Net

Konkret es dabei um zwei Komponenten, die schon in der Vergangenheit für die eine oder andere Kontroverse gesorgt haben: Der "Microsoft .NET Framework Assistant" sowie das Plug-in für die "Windows Presentation Foundation" (WPF). Beide werden seit dem Service Pack 1 des .Net Framework 3.5 ungefragt installiert und aktiviert, nach anfänglicher Kritik hatte sich Microsoft zwischenzeitlich zumindest dazu durchgerungen, eine einfache Deinstallation zu ermöglichen. Zuvor musste diese über die Windows Registry vorgenommen werden.

Gefährdung

Im Rahmen des letzten Patch Day wurde nun eine kritische Sicherheitslücke in eben jenen Komponenten bekannt, wer den nötigen Patch noch nicht eingespielt hat, sollte das Plugin deaktivieren - so der Rat von Microsoft selbst. In Folge hat man sich bei Mozilla dazu entschlossen, auf diese Gefährdung zu reagieren und - nach Absprache mit Microsoft - den Blocklist-Eintrag aktiv zu schalten.

Deaktiviert

Mittlerweile hat man diese Blockade allerdings schon wieder ein Stück zurückgenommen, so wurde der "Assistant" wieder freigeschalten, da über diesen alleine offenbar keine Attacken möglich sind. Das WPF-Plugin bleibt hingegen vorerst weiterhin deaktiviert, hier will man noch etwa warten, bis sich das entsprechende Update weiter verbreitet hat. (apo, derStandard.at, 19.10.09)

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    grafik: lifehacker
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