Erste Bank plant Stellenabbau

19. Oktober 2009, 09:52
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Bleyleben-Koren will Personalkosten durch "natürliche Abgänge" um bis zu zehn Prozent senken, schließt Kündigungen aus

Wien - Die Erste Bank steigt auf die Kostenbremse. Allein in Österreich werden die Personal- und Sachkosten bis Ende 2010 um sieben bis zehn Prozent gekürzt, erklärt Erste Bank-Chefin Elisabeth Bleyleben-Koren im "WirtschaftsBlatt" (Montag-Ausgabe). In absoluten Zahlen handle es sich um rund 20 Millionen Euro.

Natürliche Abgänge

Kündigungen schließt sie aus. "Wir werden die Personalkosten durch natürliche Abgänge senken", erklärt die Erste-Chefin, die auch einräumt: "2010 wird sicher ein schwieriges Jahr werden." Bisher sei die Bank in Österreich von hohen Kreditausfällen verschont geblieben. "Wir merken die Auswirkungen der Wirtschaftskrise nur marginal." Allerdings rechnet sie damit, dass die Ausfälle im vierten Quartal und kommendes Jahr steigen.

Wie viele Stellen bis Ende kommenden Jahres tatsächlich gekürzt werden, wollte sie nicht sagen. Insider gehen der Zeitung zufolge von bis zu 300 aus. Derzeit beschäftigt die Bank in Österreich rund 3.000 Mitarbeiter. Neben den Personalkosten setzt das Management auch bei den Sachkosten den Rotstift an. "Durch kleinere Maßnahmen wollen wir Einsparungen erzielen", sagt Bleyleben- Koren.

Sparkurs für Erste Group

Schon vor Monaten kündigte Erste-Group-Boss Andreas Treichl einen Sparkurs für die gesamte Gruppe an. Entweder die Bank steigere ihre Erträge - in dem wirtschaftlichen Umfeld unmöglich -, oder sie müsse die Kosten deutlich reduzieren. Bisher hat die Führung die notwendigen Einsparungen nicht beziffert.

Wie bereits berichtet, erwarten Experten eine milliardenschwere Kapitalerhöhung bei der Erste Bank noch heuer. Informierte Kreise rechnen damit, dass die Bank im November neue Aktien für rund 1 Mrd. Euro ausgeben wird. (APA)

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