"Piratenjäger" für Hollywood zu wenig aggressiv

19. Oktober 2009, 09:55
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In der Motion Picture Association of America wurden drei Führungskräfte gefeuert

Die Hollywood-Studios sind offenbar nicht mit der Arbeit der Branchenvertretung Motion Picture Association of America (MPAA) zufrieden. Laut einem Bericht von Cnet wurden nun drei Führungskräfte in der MPAA entlassen, darunter auch Chefberater Greg Goeckner.

Content Protection

Neben Goeckner, der noch bis Jahresende bei der MPAA verbleiben soll, habe die Branchenvertretung auch den Leiter der weltweiten Antipiraterie-Operationen sowie den stellvertretenden Leiter der Internet-Antipiraterie entlassen. Generell wolle die MPAA im Kampf gegen Piraterie anders vorgehen - so werde man in Zukunft nicht mehr von Antipiraterie sprechen, sondern von "Content Protection". Als neuer Chefberater und "Chief of Content Protection" sei Daniel Mandil berufen worden.

Film-Filesharing wird Mainstream

Grund für den strukturellen Umbau sei die bislang wenig erfolgreiche Arbeit der MPAA. Offenbar seien die Copyright-Vertreter den Hollywood-Studios zu wenig aggressiv vorgegangen. Filesharing entwickle sich immer mehr zum Mainstream. Dank besserer Technologien werden es immer einfacher Filme in guter Qualität im Netz zu bekommen. Die Filmstudios befürchten, dass das Verbreiten von Filme im Netz so überhand nehme wie in der Musikbranche. Die Rechteinhaber hoffen zudem, dass Filesharing in Zukunft auf Provider-Ebene gestoppt wird, anstatt zeit- und kostenintensive Prozesse zu führen. Doch dagegen wehren sich zahlreiche Internet-Anbieter. (red)

 

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    Die Piratenjäger der MPAA sind Hollywood offenbar nicht aggressiv genug.

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