Digitale Fotos sollen zurück ins Fotoalbum

19. Oktober 2009, 08:25
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Pixable holt Bilder von Facebook und Co. - Zusammenführung aus unterschiedlichen Quellen

Das klassische Fotoalbum ist nach dem Siegeszug der digitalen Fotografie zur Seltenheit geworden. Unterschiedliche Unternehmen bieten Services an, mit denen Bilder vom Computer wieder ihren Weg zurück auf das Papier finden können. Aus den privaten Galerien können ohne großen Aufwand Fotobücher erstellt und gedruckt werden. Das US-Startup Pixable  geht nun einen Schritt weiter: Das eigene Fotobuch kann hier mit Bildern aus den Galerien von Facebook, Flickr, Picasa oder ähnlichen Netzwerken gefüllt werden, berichtet die New York Times. "Facebook ist das größte Lager von digitalen Fotos im Internet", so Andres Blank, einer der Gründer von Pixable. "Wir geben den Menschen eine neue Möglichkeit, Geschenke zu basteln."

Kopien

Die Idee zu Pixable habe Blank gehabt, nachdem er im Urlaub seine Kamera verloren hatte. "Ich bat meine Freunde, mir ihre Fotos zur Verfügung zu stellen, um sie zu kopieren. Aber sie alle verwiesen mich nur auf Facebook", so Blank. Das Ergebnis ist ein Service, mithilfe dessen man Alben aus Fotos unterschiedlicher Menschen erstellen kann. Zu Beginn finanzierten die Gründer das Projekt aus eigener Tasche, inzwischen konnten finanzkräftige Investoren gefunden werden. Die Fotobücher sind bereits ab 6,95 Dollar erhältlich und sollen innerhalb einer Woche nach Bestellung zugestellt werden können.

Auswahl

Es gibt jedoch Einschränkungen: Die Bilder auf Facebook sind im Normalfall nicht von besonders hoher Auflösung, es wird deshalb empfohlen, die Fotos nicht zu groß zu drucken. Dennoch möchte Pixable bald expandieren und zusätzlich Grußkarten und ähnliche Produkte anbieten. Ein weiteres Problem stellt das Grundkonzept von Pixable dar: Der Nutzer kann ohne Probleme frei zugängliche Fotos von jedem Facebook-Freund auswählen, unabhängig davon, ob er selbst auf dem Foto zu sehen ist. Kritiker sehen hier großes Problem-Potenzial. Für Blank handelt es sich jedoch um ein grundlegendes Manko des Internets und nicht seines speziellen Dienstes. Wer nicht wolle, dass ein Foto gedruckt werde, dürfe es nicht frei zugänglich machen. Bisher wurden nach Angaben des Unternehmens bereits 2.000 Fotoalben produziert. (pte)

 

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Pixable

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