In fünf Jahren ist es zu spät

19. Oktober 2009, 06:39
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Um einen unkontrollierbaren Klimawandel abzuwenden, ist laut WWF-Studie nur mehr bis 2014 Zeit

Wien - Um einen unkontrollierbaren Klimawandel abzuwenden, bleiben der Welt laut einer neuen WWF-Studie nur mehr fünf Jahre Zeit. Damit der Temperaturanstieg auf einem Level unter zwei Grad gehalten werden kann, müsse bis 2014 ein Umschwenken zugunsten einer Industrie erfolgen, die weniger Kohlenstoff verbrauche, so die Umweltorganisation in einer Aussendung. Ein rechtzeitiges Reagieren sei noch möglich, so das Unternehmen "Climate Risk" von dem die Berechnung stammt.

Eine Umstellung verlange anhaltendes Wachstum von sauberer und effizienter Industrie im Bereich von mehr als 20 Prozent jährlich über mehrere Jahrzehnte, so der WWF. Notwendig sei eine Verminderungen der Treibhausgas-Emissionen in allen Bereichen mit Hilfe der vollen Bandbreite an Maßnahmen: Energieeffizienz-Standards, Einspeisungstarife für erneuerbare Energien und keine Subventionen für fossilen Treibstoff-Einsatz. Wer sich nur auf eine Maßnahme verlasse, werde es nicht schaffen, angestrebte Emissions-Ziele zu erreichen.

Erneuerbare Energien

Der WWF spricht über eine notwendige industrielle Revolution hin zu niedrigem Kohlenstoff-Einsatz. Getragen sein soll diese laut der Studie von Zweigen wie den Produzenten von erneuerbarer Energie oder der nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft. Bei einer positiven Entwicklung flankiert von politischen Maßnahme könnten erneuerbare Energien zwischen 2013 und 2025 zum konkurrenzfähigen Produkt für fossile Brennstoffen werden.

17 Billionen US-Dollar sollen die Investitionen laut der Studie bis 2050 kosten, sieben Billionen davon benötigen die erneuerbaren Energien. Der Nutzen soll sich schon ab 2027 rechnen, vereinzelt sei diese bereits ab 2013 möglich.

Zwei Szenarien

Für die Studie wurden zwei Szenarien bezüglich Emissions-Reduktion berechnet. Das Ziel war dabei eine Abnahme um 63 oder 80 Prozent bis 2050. Derzeit geht man von 463 ppm (parts per million) Treibhausgasen in der Atmosphäre aus. Untersuchungen zeigen, dass ab einer Steigerung über 475 ppm keine langfristige Reduktion auf 400 ppm mehr möglich sein dürfte, so der WWF. (APA)

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