Schussattentat auf Landwirt war geplant

18. Oktober 2009, 21:08
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Sohn durch Schuss in Brust getötet – Schütze hinterließ Testament im Auto

Klagenfurt - Ein Schuss in die Brust tötete den 17-Jährigen, der in der Nacht zum Samstag in Frauenstein (Bezirk St.Veit) einem Attentat durch einen 50-jährigen Polizisten zum Opfer gefallen ist. Das hat die Obduktion ergeben. Insgesamt trafen den Burschen zwei Schüsse. Sein Vater, ein 47 Jahre alter Landwirt, wurde durch fünf Kugeln schwer verletzt.

"Der Täter tötete sich durch einen Kopfschuss" , bestätigte Christian Martinz vom Landespolizeikommando am Sonntag. Der Polizist hat ein Testament im Auto hinterlassen. Deshalb geht die Polizei davon aus, dass die Tat geplant war. Das Dokument war verschlossen und wurde der Staatsanwaltschaft übergeben.

Der 50-Jährige war zum Hof des Landwirtes gefahren, der sich mit seinem Sohn im Flur des Hauses befand. Der Polizist feuerte vom Hof durch die Glasscheibe der Eingangstüre. Gefunden wurden der tote Jugendliche und sein schwer verletzter Vater von der 47-jährigen Lebensgefährtin des Landwirtes, die aus dem Nachtdienst kam.

Als Motiv vermutet die Polizei Rache. Der mutmaßliche Täter hatte ein außereheliches Liebesverhältnis mit der Ex-Frau des Landwirts. Der Landwirt dürfte der Ehefrau des Polizisten davon erzählt haben, dafür wollte sich dieser offenbar rächen. (APA, red/DER STANDARD, Printausgabe, 19.10.2009)

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