Videocast von Robert Misik - Folge 99

Die ÖVP ist so wirtschaftskompetent! Freunderlwirtschaftskompetent!

18. Oktober 2009 19:58

Einkommen muss wieder in einem realistischen Verhältnis zur Leistung stehen, meint Josef Pröll. Das sollte er mal dem Grasser sagen.

Josef Pröll spielte vergangene Woche "Joebama" und hielt eine visionäre Rede, gespickt mit Weisheiten aus der bäuerlichen Kreislaufökonomie, an die sich heutzutage Gott sei Dank nicht einmal mehr die Landwirte halten. Leistung muss sich wieder lohnen? Da sag ich nur Grasser, Meischberger und Co. - und biege mich vor Lachen. Apropos Leistung: Die Zockerbanken machen jetzt ja wieder voll Gewinn und schütten füllhornvoll Boni aus. Einen schönen Satz, den man lange in Erinnerung behalten wird, sagte vergangene Woche der Finanzvorstand von Goldman-Sachs: "Ich finde, dass die Öffentlichkeit unseren Erfolg nicht ausreichend honoriert." Was wäre denn seiner Meinung nach ausreichende Honorierung? Trillionen statt Milliarden?

Kommentar posten
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wuzzelbaer
27.10.2009 17:37
Die sogenannte "leistungsorientierte" Wirtschaftspolitik


ist weltweit gescheitert.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Leistung ist sehr wichtig.

Aber dort, wo die wirtschafts- und Gesellschaftspolitik "leistungsfreundlich" ist, wird nicht mehr geleistet als dort, wo sie es (angeblich) nicht ist.

Jürgen Mayer
26.10.2009 23:36
Nein, also das versteh ich nicht

Was soll denn "Leistungsgerechtigkeit" überhaupt heißen? Oder anders gefragt: was hat Leistung mit Gerechtigkeit zu tun?
Das ist doch nur ein politisches Schlagwort für eine bestimmte Klientel.
Finde es schade, dass da im Beitrag einfach so drübergegangen wurde meiner Ansicht nach: verstehe darunter jedenfalls keine gerechte Entlohnung, sondern ein wesentlich abstrakteres Konzept für Leistung als Idee, und die kann eben mit Gerechtigkeit für mich nichts zu tun. Absolut gar nichts.

1116er
27.10.2009 11:41
Leistung mit Gerechtigkeit

ich habe mir gestern ein paar bier zuviel geleistet.
ist es gerecht, dass ich heute schädlweh habe, sodass darunter meine leistung leidet?

derpradler
21.10.2009 10:47
Wer immer noch glaubt

die ÖVP ist die Wirtschaftspartei der hat wohl recht. Denn jetzt versucht der H. Pröll die Bankenmilliarden den Arbeitern, Angestellten und Pensionisten aufzubürden. besser kann man ja die "Wirtschaft" gar nicht bedienen.

wuzzelbaer
27.10.2009 17:54
Pröll ist gefährlich


Er ist viel gefährlicher als Haider!

Haider das war kleingeistiges Spießertum, gemildert durch Hedonismus.
Pröll ist hingegen ein Erz-Puritaner. Seine Kleingeistigkeit tarnt sich als Weltoffenheit.
Leider wird dieser Wolf im Schafspelz nur von wenigen durchschaut.

Q.E.D.1
26.10.2009 18:44

Sie wissen offensichtlich nicht das Geld den Banken
nur GELIEHEN wurde, und mit saftigen Zinsen zurück-gezahlt werden muss. Kapiert?

Peter Sichrovsky
21.10.2009 03:02

ja, wirklich genial...genial ans bein gepinkelt, wenn es nur einem mr wichtig gehört, macht es mich auch wichtig....

badblackguy.blogspot.com
 
20.10.2009 19:01
Die Logik eines Linken, dumme, noch dümmer Beispiele bringen, aber ander beschimpfen dass sie dumme einfältige Beispiele bringen! Herr Misik bitte lesen sie weiter ihre Bibel von Karl Marx, aber belästigen sie nicht die denkenden Menschen!

Die Republik Österreich hat Schulden in der Höhe von
176 Mrd. €, aber die Einnahmen des Staates belaufen
sich auf 136 Mrd. €! Die Republik zahlt 7,3 Mrd. € an
Zinsen für diesen Schuldenberg. Herr Misik haben sie
Staatsanleihen? Wem zahlt die Republik die Zinsen?

Ich weiß wer kein absolut keine Wirtschaftskompetenz hat,
Sie Herr Misik!

Warum und wie ist die Krise entstanden in Amerika?
Sie ist entstanden durch Kredite, durch die Finanzierung
des Lebens mit Schulden. Ich will verreisen, her mit
dem Kredit, ich will eine Auto, her mit dem Kredit,
ich will ein Haus, her mit dem Kredit, aber was sind
ausreichende Sicherheiten? Die Menschen und auch
Banken haben absolut Verantwortungslos gehandelt!

MFG

Linus Tintifax
08.12.2009 13:10
sie wissen schon dass

wir allein dem bankensektor schätzungsweise 100 (offiziell genehmigt wurden zwar "nur" 90) mrd. euro an mehrschulden verdanken?

Jürgen Mayer
26.10.2009 23:41
Verstehen Sie doch mal

dass der Staatshaushalt kein Privathaushalt ist und ein Betrieb keine Gesellschaft in welcher es eben auch Menschen gibt welche nichts leisten können was diesbezüglich "Wert" hätte. Was wollen Sie denn mit diesen Menschen machen???

FmVieringer
21.10.2009 16:59
Ich hab mir lange überlegt ob ich auf den Misik-Mist einen Kommentar abgeben soll.

Aber Sie haben mir die Arbeit gottseidank bravourös abgenommen.

Danke!

ricko
21.10.2009 01:09

begriffe wie

- sub-prime-krise (entstanden durch überbewertete grundstückspreise, haben als sicherheit für kredite hergehalten, die folgenschwere idee mit dem verkauf dieser kredite...)
- liquiditätskrise (banken haben zwar geld, aber keines flüssig. niemand wollte mehr kredite vergeben, da man nicht wusste, wieviele faule sub-prime-kredite der andere hat)
- kreditkrise (... und somit können auch größere und kleinere betriebe nicht mehr investieren bzw agieren -> fine)

...ja solche begriffe sind ihnen völlig fremd.

unser modernes wirtschaftssystem ist bei weitem noch nicht erforscht, viel kann- und wird geschehen, zb stagflation (usa 70, ger 93, jpn 99).

sie argumentieren eben ÖVP-like:

VWL= BWL

derpradler
21.10.2009 18:36
Die Bankkredite

hat der Wirtschaftsexperte Pröll vor gar nicht langer Zeit als gutes Geschäft für den Staat bezeichnet. Jetzt sollen die Schulden die Arbeiter , Angestellten und Pensionisten zurückzahlen. Die Deutsch Bank hat 2009 1,8 Milliarden Profit gemacht, wie das, wenn man Ihnen glauben sollte.
Die Krise war schon vor Jahren vorherzusehen. Es war auch immer bekannt , daß die AMIS (private Banken) Dollar drucken, wie das WC-Papier.
Bei uns nimmt man das alles zum Anlaß den Sozialstaat endlich gänzlich niedzufahren, die Gehälter auf dem Krisenniveau zu halten und mit 1/3 Arbeitskräften den gleichen Ausstoß zu haben wie vorher mit der ganzen Belegschaft.
Diese Wirtschaftskompetenz der "schwarzen und blauen Mafiosi" wird die Welt vollends ruinieren

badblackguy.blogspot.com
 
22.10.2009 00:13
Die Staatsschulden 2008 von 176 Mrd. € kommen nicht von den Banken, vor 2008 war der Berg schon auf über 160 Mrd. € angewachsen!

Was sie schreiben stimmt nicht, die Finanzkrise hat
den Schuldenberg von 176 Mrd. € nicht verursacht.
Die Hälfte von den 176 Mrd. € wurde von SPÖ-Finanzministern
verursacht und für Sozialleistungen ausgegeben.
Die Schulden der SPÖ-Manager aus der verstaatlichten
Industrie sind auch in diesem Berg enthalten.

Die Banken haben von Österreich ung. 10 Mrd. € an
Krediten bekommen, jene dürfen sie auch wieder
zurück zahlen.

Frage, was hat die Deutsche Bank mit den Schulden
der Republik Österreich zu tun oder mit unseren Banken?

badblackguy.blogspot.com
 
21.10.2009 14:54
Die Begriffe sind mir bekannt, aber jenes sind die Auswirkungen von falschen wirtschaftlichen Entscheidungen.

Sie beschreiben nur die Auswirkungen und diese
noch dazu falsch, aber den Grund nennen sie nicht.

Die Immobilien haben als Sicherheit für die Kredite
gedient, aber jenes ist auch nur die halbe Wahrheit.
Die Liquiditätsprobleme der Banken hatten auch
mehrer Gründe, jene die sie beschrieben haben war
nicht der einzige. Kein Unternehmen braucht dauernd
Kredite, jenes ist ein absoluter Unsinn.

Sie sagen, mir wären die Begirffe völlig fremd, aber
sie kennen nicht einmal die genauen Fakten. Bitte
informieren sie sich besser, ich habe von der noch
"kleinen" Krise im Spiegel schon 2007 die Berichte
gelesen.

MFG

ricko
21.10.2009 19:30
zuerst erbrechen sie banalste simplifizierungen (posting 1), dann bessern sie mit "es gibt mehrere gründe" nach.


ein trotziges kind macht das auch.

zu den krediten:
unternehmen invesiteren in der regel ihren gewinn, brauchen sie kurzfristig geld (weil für ein paar monate der markt zusammenbricht, zum bsp), leihen sie von der bank. dies ist der normalfall. kurzfristig, wenn notwendig, lassen sich die investitionen nicht verflüssigen, einige unternehmen und auch banken sind deshalb zu grunde gegangen.

zu "mehreren gründen":
was denn jetzt? vereinfachungen oder nicht (siehe ihr posting 1)??

"2007 im spiegel":
sie sind mein held! hätte man nur auf sie als herold des spiegel magazins gehört, dann wäre es nicht soweit gekommen!

Jürgen Mayer
26.10.2009 23:58
Ja aber das ändert nichts daran

dass die vorgetragene ökonomistische Logik aus ideologischen Gründen die Eigenverantwortung von Menschen hinten anstehen lässt - was schon bei der zweifellos populistischen Empörung über Äußerungen aus der Finanzwelt, von Bankern, was weiß ich, sich manifestiert. Mich interessieren die Geschäfte dieser Leute für gewöhnlich überhaupt nicht, weil ich die Geldwirtschaft an sich ablehne. Das Problem des Antikapitalismus sehe ich eher darin begründet, dass die Ideologie das Kapitel eigentlich überhaupt nicht versteht. Das heißt von den niederen Instinkten respektive irgendwelchen Zwängen der Menschen leider für gewöhnlich nichts wissen will - ich sag einmal "Urlaub und schönes Auto" - weil er sie eben besser denkt als sie eigentlich sein können.

badblackguy.blogspot.com
 
21.10.2009 23:50
Im letzten Teil meines 1. Postings habe ich den Grund für die Krise beschrieben. Sie habe die Symptome der Krise beschrieben und jenes noch dazu falsch!

Der Grund für die Krise ist einfach, die Menschen in den
USA haben sich ihren Lebensstil mit Schulden erkauft.
Die Banken haben bei diesem dummen Spielchen
mitgespielt, die Regierung stand daneben und hat zu
geschaut.

Der Initialzünder für die Krise waren sinkende
Immobilienpreise, steigende Zinsen für die völlig
überschuldeten Bürger, die Kredite konnten nicht mehr
bezahlen werden und dadurch wurde die Konjunktur
abgewürgt, somit wurde die Kettenreaktion ausgelöst.

Die Symptome:
Einige Banken in Amerika hatten kein Geld mehr, die
waren bankrott - zahlungsunfähig, darum hat die
US-Regierung Banken teilverstaatlicht.

Was Misik über die Krise sagt ist einfach Unsinn.

ricko
22.10.2009 12:13
nicht die symptome habe ich beschrieben, sondern eine begriffswolke. die ursache, wie sie diese darstellen, ist auch falsch

sie können als ursache nicht die kredithungrigen menschen angeben, die (virtuell) auf einem immo-geldhaufen saßen.

warum stiegen die immobilienpreise? wie kommt es zu solchen überbewertungen? im rahmen welches wirtschaftsmodell kann so etwas entstehen?

deshalb nochmal die erklärung: unser heutiges weltwirtschaftssystem ist bei weitem noch nicht erforscht. da die opportunitäten der ökonomie manigfaltig sind, somit wirtschaftswissenschaftler alle hände voll zu tun haben, werden noch viele krisen eintreten, der zeitpunkt ist aber kaum vorhersagbar (zb stagflation ger 1993 und dann kam der internetboom...).

dass sie nun simpel verifizieren: die leute und deren lebensstil sei schuld, ist, pardon, dumm.

badblackguy.blogspot.com
 
22.10.2009 17:19
Wer macht dieses System, Aliens aus dem Weltall? Nein es sind Menschen! Sorry, Popper würde sagen ich habe Recht! Falsifizierbarkeit, ich habe es probiert meine Aussage zu widerlegen, doch es geht irgendwie nicht!

Wer hat die Kredite vergeben und wer hat sie gewollt?
Ohne Nachfrage kein Markt!

Ich weiß, in Banken arbeiten keine Menschen, alles
Aliens aus dem Weltall in Menschen gestallt! Ich weiß,
die Menschen wurden mit Waffengewalt gezwungen
sich die Kredite zu nehmen.

Warum stiegen die Immobilienpreise?
Wie kommt es zu solchen Überbewertungen?
Weil es Menschen wollen und sie es können auf einem
freien Markt!
im rahmen welches Wirtschaftsmodell kann so etwas entstehen?
Nur in einem, wo es keinen totalitären Staat gibt, der
es verhindert! In einem freien System, welches Fehler
von selber korrigiert und jenes leider auch auf eine
gnadenlose Art. Ein System, welches noch nie
dagewesen Wohlstand in Europa geschaffen hat!

MFG

Zukunftsoptimist
21.10.2009 15:42
Es stimmt und stimmt auch nicht,

dass Unternehmen nicht dauernd Kredite brauchen. Konkursreife Unternehmen, die aus politischer Räson nicht in Konkurs gehen dürfen, brauchen immer mehr Kredite, von denen alle Beteiligten wissen, dass sie nie zurückgezahlt werden können. Aber höchster politischer Wille ist hier (den abhängigen Banken) Befehl. Irgendeinmal muss die Sanierung (der Banken) dann kömmen. Und - auch wenn die SP da die Nase vorn hat, die VP kann da nicht zurückstehen und hats auch nie getan. So viel "Wirtschaftskompetenz" hat auch sie immer gehabt...

G.S.I. Berger
20.10.2009 16:20
auch wenn fsm sich noch so aufregt über GS...

...wird es der thematik nicht gerecht. GS wurde mit 13mrd abgesichert. die ubs mit 70mrd Franken. gekostet hat es bis heute nichts, ausser dass die garantie "zieht", wenns denn sein muss.
der eigentliche missstand, dass öffentliche und halböffentliche unternehmungen mit steuergeld spekulieren wird hübsch beiseite gelassen. dass die roten und blauen bonzen gleichviel, wenn nicht mehr dreck am stecken haben wie die schwarzen ist nur nebensache. keine nebensache ist aber, dass wir "normalsterblichen" wieder mal mit unserem geld, unseren nicht unsicheren jobs und noch mehr existenzangst die kopf hinhalten müssen. der krug geht so lange... bis das volk die reissleine zieht...

t-bonesteak
20.10.2009 14:35
im gegensatz zu faymann

hat pröll wenigstens etwas zu sagen.

aber was soll man von einer geschichte halten, in der zum ausdruck gebracht wird, die övp sei die eine partei der freunderlwirtschaft...

t-bonesteak
20.10.2009 14:20
in der spö läuft es zum glück ganz anders

da werden keine freunderl befördert (siehe laura rudas) und herr faymann hält nicht mal eine rede, weil er nicht weiß, was er sagen soll bzw. darf, um bei onkel hans nicht in ungnade zu fallen...

Bonbon aus Wurst
20.10.2009 11:51

Bobo-Erklärbär

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