154.000 Gefangene in Arbeitslagern

17. Oktober 2009, 23:52
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Weniger als Ende der 1990er Jahre

Seoul - Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben rund 154.000 Menschen in Arbeitslagern interniert. Ende der 1990er Jahre seien noch 200.000 Gefangene in den sechs Lagern gewesen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap am Samstag unter Berufung auf einen Bericht des Parlaments in Seoul. Unter internationalem Druck habe das Regime in Pjöngjang in den vergangenen Jahren aber vier Lager geschlossen.

Nach Berichten der südkoreanischen Zeitung "Dong-A" müssen die Insassen mehr als zehn Stunden am Tag arbeiten, bekommen keine medizinische Versorgung und müssen mit weniger als 200 Gramm Essen am Tag auskommen. In den Lagern sitzen demnach vor allem politische Gefangene. Ausbruchversuche würden mit der Todesstrafe geahndet.

Nordkorea bestreitet, dass in dem Land politische Häftlinge in Arbeitslagern einsitzen. Das nordkoreanische Volk erfreut sich nach offizieller Darstellung des "würdevollsten und glücklichsten Lebens", das möglich ist. (APA)

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