Obama präsentiert seine Sudan-Strategie

19. Oktober 2009, 19:56
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US-Präsident stellt Verbesserung der Beziehungen in Aussicht

Washington  - US-Präsident Barack Obama hat dem Sudan eine Verbesserung der Beziehungen in Aussicht gestellt. Es werde Anreize geben, wenn sich die Führung des krisengebeutelten Staats stärker um eine Verbesserung der Lage und um Frieden im eigenen Land bemühe. "Wenn nicht, dann werden die USA und die internationale Gemeinschaft mehr Druck ausüben", erklärte Obama am Montag anlässlich der Vorstellung seiner neuen Sudan-Strategie. Der Sudan drohe "weiter ins Chaos zu stürzen, wenn nicht rasch gehandelt wird". Zugleich kündigte der Friedensnobelpreisträger noch für diese Woche eine Erneuerung der Sanktionen gegen den Sudan an.

Die USA strebten ein "breites Engagement" mit der Regierung in Khartum an, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Sie betonte jedoch: "Wir haben ein Menü, auf dem Anreize und Abschreckmittel stehen."

Mit dem Annäherungskurs folgt die US-Regierung den Empfehlungen ihres Sudan-Sonderbeauftragten Scott Gration. Dieser vertritt die Ansicht, dass die Probleme des Landes, allen voran der Darfur-Konflikt und der auf der Kippe stehende Friedensvertrag im Südsudan, nur in Kooperation mit der Regierung von Präsident Omar Hassan al-Baschir gelöst werden können. Der Internationale Strafgerichtshof wirft Baschir Völkermord in Darfur vor. Nach Schätzung der Vereinten Nationen (UN) sind seit Beginn des Konflikts 2003 etwa 300.000 Menschen getötet worden. (Reuters)

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