Gerichtshof weist Bericht über Djindjic-Mörder zurück

17. Oktober 2009, 23:36
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Bestätigung der Urteile offenbar noch nicht erfolgt

Belgrad - Der Oberste Gerichtshof Serbiens hat einen Pressebericht zurückgewiesen, wonach er die Verurteilung der beiden Haupttäter beim Mord am früheren Ministerpräsidenten Zoran Djindic im Jahr 2003 bestätigt haben soll. Die von der Tageszeitung "Blic" am Samstag veröffentlichten Informationen seien "willkürliche Spekulationen". Richtig sei, dass der Gerichtshof über die Berufungsanträge der Verurteilten berate.

"Blic" hatte zuvor berichtet, eine Berufung gegen die Urteile sei nunmehr ausgeschlossen. Vor zwei Jahren waren Milorad "Legija" Ulemek als Drahtzieher des Mordes sowie Zvezdan Jovanovic als Todesschütze zu jeweils 40 Jahren Haft verurteilt worden. Beide zählten früher zur Polizei-Sondereinheit der "Roten Barette", die unter dem ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic gegründet worden war.

Djindjic war am 12. März 2003 vor dem Sitz der Regierung in Belgrad erschossen worden. Das erste Urteil wurde im Mai 2007 gesprochen. Während des ersten Prozesses war einer der Zeugen ermordet worden. Als Mitverantwortliche wurden zehn weitere Beschuldigte zu Haftstrafen zwischen acht und 35 Jahren verurteilt, fünf von ihnen sind seit 2003 auf der Flucht. (APA)

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