"Das Tor von Rapid war ehrlich gesagt kein Abseits"

18. Oktober 2009, 11:42
4 Postings

STURM - RAPID

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Es war so, dass wir vor allem in der ersten Hälfte sehr schwer ins Spiel gefunden haben, da hatte ich oft Bauchschmerzen. Aber ich denke, dass wir in der zweiten Hälfte besser gespielt haben. Das Tor von Rapid war ehrlich gesagt kein Abseits. Rapid hat mit drei zentralen defensiven Mittelfeldspielern agiert, hat die Räume gut zugestellt. Ich habe die Mannschaft in der Pause gefragt, wovor wir überhaupt Angst haben."

Daniel Beichler (Sturm-Torschütze): "Wir haben in der ersten Hälfte überhaupt nicht gut gespielt und im Großen und Ganzen viel Glück gehabt. Wir haben in der vorigen Saison so viele unglückliche und irreguläre Tore bekommen, heute waren wir eben die Glücklicheren. Das Wichtigste ist aber, dass wir drei Punkte geholt haben, gegen Rapid, eine super Mannschaft."

Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Die Enttäuschung ist groß, wir hätten das Spiel nie verlieren dürfen. Wir haben das Spiel verloren, weil wir nicht in Führung gegangen sind, dann sind Dinge passiert, die sehr unglücklich für uns waren. Es ist schwierig, seine Emotionen zu kontrollieren, wenn man mit einer gewissen Arroganz behandelt wird. Wenn man mit dem Schiedsrichter kein Wort reden kann, wegen einer Frage Gelb bekommt, dann ist das nicht in Ordnung."

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Wir haben heute eine sehr gut aufgelegt Rapid-Mannschaft gesehen, die aufgrund der Chancen in der ersten Spielhälfte in Führung gehen hätte müssen. Aber wenn ein klarer Elfmeter und ein reguläres Tor nicht gegeben werden, ist es schwer, in Graz zu gewinnen. Aber noch mehr ärgert mich das bekommene Tor, hier gibt es keinen Unterschied zwischen jungen und erfahrenen Spielern. Die Niederlage ist unverdient."

AUSTRIA - SALZBURG

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Ich bin sehr zufrieden, ich habe meine Mannschaft noch nie so aggressiv gesehen wie heute. Wir haben versucht, Salzburg unter Druck zu setzen. Das ist in vielen Phasen gelungen. Es gab Chancen auf beiden Seiten. Aber ich glaube, der Sieg ist verdient für uns." Zur Elfmetersituation: "Eigentlich war Acimovic eingeteilt als Elfmeterschütze, er wollte aber nicht schießen und hat die Verantwortung abgeschoben. Jeder Erfolg gibt Selbstvertrauen. Aber das muss man immer wieder bestätigen. Bremen ist sicher noch eine Stufe höher zu stellen als Salzburg. Aber wenn wir wieder so auftreten, dann ist auch gegen Bremen etwas möglich."

Huub Stevens (Salzburg-Trainer): "Offensichtlich hat uns die Länderspielpause nicht gut getan. Einige Spieler waren mit den Gedanken anscheinend noch irgendwo anders. 20 Minuten waren wir nicht auf dem Platz. Wenn man ein Spiel so anfängt wie wir, kann man kein Spiel gewinnen. Die Mannschaft hat heute nicht das gebracht, was sie bringen hätte sollen. Wir haben in der ersten Spielhälfte ein Tor geschossen, wo Abseits gepfiffen worden ist. Aber wenn man so beginnt wie wir, dann hat man den Sieg nicht verdient. So hat die Austria auch in Bremen eine Chance."

Eddie Gustafsson (Salzburg-Torhüter): "Ich muss der Austria gratulieren. Wir haben heute nicht unseren besten Fußball gespielt."

RIED - KAPFENBERG

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Das war eine taktisch disziplinierte Arbeit von uns, neben den läuferischen Qualitäten, die wir in der letzten Zeit dazugewonnen haben. Wir haben etwas zu wenig aus den ersten 20 Minuten gemacht, da hätten wir das eine oder andere Tor schießen sollen."

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Wir haben zu Beginn die Räume sehr eng gemacht, dann ein dummes Tor bekommen und die Riesenausgleichschance nicht genützt. Dann haben wir Ried mehr Räume gegeben, aus denen dann die Konter resultiert sind. Ich glaube, dass wir in dieser Situation näher zusammenrücken müssen. Man muss gewisse Spieler aufwecken und versuchen, die Problematik, speziell, was die Offensive betrifft, zu verändern."

KÄRNTEN - WIENER NEUSTADT

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Wir sind nicht so gut, dass wir Magna vom Teppich spielen können. Die Jungs haben viel probiert, ich kann ihnen nicht viele Vorwürfe machen. Wir haben gegen eine gut bestückte Mannschaft gezeigt, dass wir zu Null spielen können. Das Unentschieden ist ein weiterer Baustein, auf dem wir aufbauen können. Wir sind froh, ein kleines Erfolgserlebnis zu haben. Wir wissen, dass wir unten drinnen stehen. Gegen Kapfenberg müssen wir aber jetzt gewinnen, das ist klar."

Matthias Dollinger (Kärnten-Spieler): "Wir können sehr zufrieden sein mit unserer Leistung. Wir waren aggressiv. Leider haben wir unsere Torchancen aber nicht verwertet. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Jetzt müssen wir am Samstag Kapfenberg schlagen. Wenn wir so spielen, werden wir das auch schaffen."

Helmut Kraft (Wiener-Neustadt-Trainer): "Wir sind hergefahren, weil wir unbedingt einen Punkt wollten. Ich kann nach der bisherigen Saisonbilanz nicht erwarten, dass wir auswärts alles niederreißen. Es war wichtig, auswärts endlich einmal einen Punkt mitzunehmen. Ich bin zufrieden. Der Einsatz von beiden Mannschaften war hoch, es war aber eine faire Partie."

MATTERSBURG - LASK

Mattersburg-Trainer Franz Lederer war für keine Stellungnahme erreichbar.

Ilco Naumoski (dreifacher Mattersburg-Torschütze): "Wir haben heute Angst vor dem Gewinnen gehabt. Wir sind bei zehn Mann nervös geworden, haben nicht gewusst, wie wir gegen zehn Mann spielen sollen. Bis zur 80. Minute haben wir sehr gut gespielt und verdient gewonnen. Wenn wir 4:1, 5:1 gewonnen hätten, könnte sich auch keiner aufregen, aber wir sollen froh sein, dass wir gewonnen haben. Das Burgenland muss sich in der nächsten Zeit auf Mattersburg freuen. Ich hätte heute auch ein paar Tore mehr machen können, es wäre auch ein zweiter Elfmeter zu geben gewesen."

Matthias Hamann (LASK-Trainer): "Das Spiel ist heute in eine Richtung gegangen, wir haben es bestimmt und diktiert. Mattersburg hat nur lange Bälle nach vorne gespielt, so sind das 2:1 und der Elfmeter zustande gekommen. Wir haben auch mit zehn Mann das Spiel beherrscht, ich bin äußerst traurig, dass wir keinen Punkt mitnehmen. Gegen so einen Gegner muss man Punkte mitnehmen."

Georg Margreitter (LASK-Torschütze): "Das ist unglaublich, dass wir keinen Punkt mitnehmen. Mit den Chancen am Schluss hätte man gewinnen können." Zu den Gegentreffern: "Es liegt nicht an der Organisation, sondern an der fehlenden Konzentration. Bei einer Niederlage kann ich mich nicht über mein Tor freuen."

Share if you care.