Netanyahu kündigt Widerstand gegen UN-Verurteilung an

17. Oktober 2009 19:50

Israels Premier: "Anschuldigungen unberechtigt"

Jerusalem - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat einen hartnäckigen Widerstand gegen die jüngste Verurteilung des Landes durch den UN-Menschenrechtsrat angekündigt. Die Anschuldigungen mit Blick auf den Gaza-Krieg seien unberechtigt, sagte Netanyahu einem Regierungsvertreter zufolge am Samstag. Ihnen müsse der Boden entzogen werden.

Dieses Vorhaben werde aber nicht nur eine oder zwei Wochen, sondern möglicherweise Jahre dauern. Bereits am Freitag hatte Netanyahus Regierung das Votum scharf kritisiert, mit dem Israel für Kriegsverbrechen während des Konflikts im Gazastreifen um die Jahreswende verurteilt.

Sicherheitsrat eingeschaltet

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) hatte am Freitag den Bericht eines Sonderermittlers zum Gaza-Krieg angenommen. Der Bericht des südafrikanischen Juristen Richard Goldstone soll nun dem Sicherheitsrat in New York vorgelegt werden. Goldstone hatte in seinem Bericht sowohl Israel als auch der palästinensischen Hamas Kriegsverbrechen vorgeworfen.

Zugleich forderte er den UN-Sicherheitsrat auf, die Anschuldigungen an den Internationalen Strafgerichtshof weiterzuleiten, falls Israel oder die Palästinenser sie nicht selbst untersuchten. In der anschließenden Resolution wurden alle Vorschläge Goldstones angenommen und "das Vorgehen und alle Maßnahmen von Israel, der Besatzungsmacht", beim Umgang mit den Palästinensern kritisiert. Die radikal-islamische Hamas wurde nicht verurteilt. (APA/Reuters)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 68
1 2
Andreas Globus
19.10.2009 17:05
d_parker
19.10.2009 12:01
"IF THIS WAS A COURT OF LAW THERE WOULD HAVE BEEN NOTHING PROVEN", O-Ton Richter Goldstone über seinen Bericht.

http://www.forward.com/articles/116269/

Das nur an die Adresse derjenigen, die jede nicht-verifizierte Aussage von pal. Augenzeugen in dem Bericht als in Stein gemeißelte, ewige Wahrheit ansehen.

Und doch wäre es sinnvoll, wenn Israel sich mit einer Untersuchungskommission mit den unbewiesenen Anschuldigungen auseinandersetzt. Am besten unter dem Vorsitz von Aharon Barak (http://www.netzeitung.de/spezial/n... 40539.html ).

Hoffentlich zeigt Netanyahu diesen polit. Weitblick. Nicht um die hauptberuflichen Israel-basher hier im Forum oder anderswo zu überzeugen, deren verbohrter Beißreflex ist die Mühe nicht wert, aber die israelische Gesellschaft ist es, ihr ist eine Untersuchungskommission geschuldet.

hechterdavid
18.10.2009 15:49

keine sorge netanyahu..
die wahrheit liegt auf deiner seite..
der entwurf der von den moslemischen staaten verteidigt wird, wird nicht vom westen verteidigt..

Xandra
18.10.2009 14:53
Es sollten alle mal...

Kabbala studieren dann wäre Krieg unmöglich in Israel.

http://www.kabbalalernzentrum.info/unterrichtsplan

Fridolin der Große
18.10.2009 14:16
Diese "unberechtigten Anschuldigungen"

konnten wir wochenlang am Fernsehen mitverfolgen, als Gaza und die Bewohner darin geschleift wurden.
Mal mit, mal ohne Phosphorbomben.

Alles nur unberechtigte Anschuldigungen.

Fritz Wunderlich
18.10.2009 18:54

habt ihr? angeblich waren alle journalisten ausgesperrt, woher kamen die aufnahmen?

d_parker
19.10.2009 20:09
Ach, Sie haben's nicht gesehen?

http://www.youtube.com/watch?v=4sWcAawkvM0

;-)

diamant
 
18.10.2009 16:12
Und dabei koennte man meinen wir haetten dasselbe gesehen....

warum nur komme ich nicht zu ihrem Schluss?

Artischocke
 
18.10.2009 20:15

Weil Ihre Wahrnehmung schon seit langem gestört ist.

diamant
 
19.10.2009 15:35
Kann das sein? Dabei bin ich doch nicht mal Brillentraeger....

Bei ihnen sind dagegen natuerlich alle Tassen im Schrank, stimmt doch oder?

Georg Schütt
18.10.2009 15:23
Sie haben gesehen, was die Hamas wollte, dass sie sehen.

Nicht mehr und nicht weniger ...

Fridolin der Große
18.10.2009 21:03
Hat die Hamas mittlerweile die ZIB-Redaktion besetzt?

Oder sind in der ZIB-Redaktion nur Antisemiten?

Leute wie sie machen es sich sehr einfach. Genau wie die da unten: Wir sind die guten, alle die gegen uns sind, das sind die bösen und dürfen ruhig umgebracht werden.

Dubi Schlau
19.10.2009 12:46
ZiB

nein, Antisemiten sind die nicht. Würde bei Danielle Spera ja auch nicht wirklich gehen. Es wird im Fernsehen und in den Medien halt etwas vertrieben, was sich gut verkaufen lässt. Und arme Palis, pöse Israelis ist halt medienwirksam.

Georg Schütt
18.10.2009 12:33
Für seine Kritik, die Resolution des Menschenrechtsrates sei einseitig, kann Netanyahu den denkbar besten Kronzeugen aufführen: Richter Goldstone, den Verfasser des Gaza-Berichtes. Der hatte dem Menschenrechtsrat, wörtlich, "Missbrauch" vorgeworfen.

"Er sei entsetzt über den jetzt von muslimischen Ländern vorgelegten Resolutionsentwurf, der sich einseitig gegen Israel richte. In rund 36 Paragraphen finde er keinen einzigen Vorwurf an die Palästinenser. ... «Wenn das Gremium glaubwürdig werden will und politisch Wirkung haben, muss es sich endlich auf die Menschenrechte konzentrieren und sich von politischen Ideologien distanzieren», macht Goldstone klar. Es lasse sich zum Beispiel nicht rechtfertigen, dass sich der Rat immer wieder mit Israel befasse, sich aber weigere, Menschenrechtsverletzungen in Sri Lanka und anderswo aufzuarbeiten."
http://www.drs.ch/www/de/dr... rtext.html

manfred maier
manfred maier
18.10.2009 15:07
"Kriegsverbrechen auf beiden Seiten...."

...heisst es klar und deutlich im goldstone bericht.
das übliche leugnen, "nicht anerkennen", etc. der israelis für ihre eklatanten verstösse gegen jeglcihes recht werden also durch den bericht ad absurdum geführt.
richtig ist, dass der bericht einseitig instrumentalisiert wird und dies nicht zu rechtfertigen ist.
was aber wiederum keinesfalls die israelischen kriegsverbrechen ungeschehen macht.
udn genau das würden sie doch gerne herbeifantasieren schütt......leider hilft ihenn der zu recht gelobte goldstone auch beim hundertsten verweis ihrerseits auf ihn dabei überhaupt nicht.

Georg Schütt
18.10.2009 14:08
Ja, allerwerteste Rotstrichler ... ich kann verstehen, dass euch dieser Artikel maßlos wurmt ...

Macht aber nichts ...

soseies
18.10.2009 16:13

schütt..keine problem..

sie haben ja sonst auch keine probleme mit dem "missbrauch von un institutionen"...

insofern klingt ihr gegackere irgendwie...ähm...heuchlerisch, unplaziert...

aber (fast) jeder mensch hat nun mal ein recht auf freie meinungsäußerung, was gut ist, auch wenn er diese selektiv "benutzt"...

Fritz Wunderlich
18.10.2009 18:55

selektiv, hmm, im gegensatz zu dir?
:-)))))

soseies
19.10.2009 17:55

nein...will mich selber garnicht davon ausnehmen...

jeder hat seine erfahrungen, seine lebensgeschichte, sein wissen, daraus resultierend eine einstellung zu der gesellschaft in der lebt (auch global gesehen) und daraus ableitend wieder ein wertegerüstes, vorstellungen wie diese gesellschaft (auf vielen ebenen) gestaltet werden sollte/könnte usw. usw....

das ist individuell verschieden...

wie dieses forum eindrucksvoll beweist..

deshalb ja auch, bei lokal- oder weltpolitischen themen, die vielzahl an meinungen und standpunkte...

empfehle..."wie wirklich ist die wirklichkeit" von paul watzlawick...

Fritz Wunderlich
19.10.2009 19:28

watzlawick, hehe, als erzählung spannend. leider fehlt die empirische grundlage

Arkady
18.10.2009 10:42
Genau, völlig unberechtigt!

Die Hamas hat in Gaza wirklich Massenvernichtungswaffen gebunkert und... äh...

Naja, jedenfalls scheint der Image-Schaden durch die eigenen US-amerikanischen Völkerrechtsverletzungen inzwischen groß genug zu sein, dass Big Brother nicht auch noch den nahöstlichen Vasallen weiterhin hinreichend decken kann/will.

die bundesregierung
18.10.2009 10:06

"anschuldigungen unberechtigt"

na klar, is alles nur ein kinderfasching

h 90
18.10.2009 08:09

"Ihnen müsse der Boden entzogen werden. " Da meint er wohl die Palaestinenser.

Rebecca Steinman
18.10.2009 21:05

nur bleibt den Palästinensern kaum noch Boden, der ihnen entzogen werden könnte...

Der Wählerwille
 
18.10.2009 00:10
recht so.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 68
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.