"Linux noch Jahre hinter Windows und Mac"

17. Oktober 2009, 14:31
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Analysten sehen zu viele Hürden für die Linux-Revolution am Desktop

Immer wieder wird das Jahr des Linux-Desktops beschworen. Doch trotz zahlreicher Vorteile gegenüber proprietären Systemen wie Windows oder Mac, stehen der Open-Source-Revolution noch einige Stolpersteine im Weg. Das IT-Consulting-Unternehmen Ovum hat einige Problemstellungen herausgestrichen und betont, dass Linux beim Desktop wohl noch die nächsten fünf Jahre das Betriebssystem einer Minderheit bleiben werde. Dies berichtet ZDNet Asia.

Inkonsistent

Laut den Analysten gebe es beispielsweise bislang zu viele Inkonsistenzen zwischen den zahllosen Linux-Varianten, die einer weiteren Verbreitung des freien Betriebssystems im Wege stünden. Mit den Benutzeroberflächen KDE und Gnome würde man zwar für Wahlfreiheit sorgen, stifte gleichzeitig aber auch Verwirrung unter den Anwendern. Hinzu kommt noch, dass die jeweiligen Distributionen ihre eigenen Anpassungen vornehmen und so für noch mehr Unterschiede sorgen.

Gleichzeitig statten Distributoren ihre Linux-Ausgaben mit unterschiedlichen Funktionalitäten. Programme variieren und Lösungsansätze würden sich oftmals zwischen den Distributionen unterscheiden.

Inkompatibilität

Unternehmen auf der anderen Seite schrecken zumeist vor Linux zurück, da sie mangelnde Kompatibilität zu Software und Hardware befürchten. Zudem fürchte man Probleme beim Lifecycle-Management von Anwendungen für Linux-basierte Desktops.

Geht es nach den Analysten werde es daher noch einige Jahre brauchen, bis Linux tatsächlich eine Chance hat, sich am Markt zu etabliere. "Linux wird immer mehr in Unternehmen eingesetzt werden", so ein Ovum-Analyst, "aber im Konsumentensegment wird es Microsoft oder Apple nicht dramatisch fordern können."

(zw)

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    Noch wird Linux von Konsumenten kaum gehört

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