Schon früher Datenleck bei AWD

17. Oktober 2009, 13:37
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Interne Abrechnungen von Vertretern standen im Internet

Beim deutschen Finanzdienstleister AWD ist ein weiteres Datenleck bekanntgeworden. Abrechnungen von etwa 1.500 Handelsvertretern aus dem Jahren 2003 und 2004 seien ins Internet gestellt worden, teilte Unternehmenssprecher Stefan Suska am Samstag auf AP-Anfrage mit. Er bestätigte damit einen Bericht der "Neuen Westfälischen". Am Freitag hatte der NDR berichtet, ihm seien 27.000 Datensätze von AWD-Kunden zugespielt worden.

Daten

In dem jetzt bekanntgewordenen Fall wurden laut "Neuer Westfälischer" von einer AWD-kritischen Website auf 26 Seiten Daten von Vertretern des Finanzdienstleisters aufgelistet, darunter Mitarbeiternummern, Namen, Datum des Firmeneintritts, Vergütungsstufen, Kontokorrent-Konten, Stornoreserven, Darlehen, Vorschüsse und monatliche Einnahmen.

Suska unterstrich, es handle sich nicht um ein neues Datenleck, sondern einen älteren Vorfall. Der AWD erstattete nach der Veröffentlichung der Daten Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen aufgenommen, diese jedoch wieder einstellen müssen, sagte Suska. Der Server habe in den USA gestanden.

Ausmaß

Am Freitag war eine Datenpanne größeren Ausmaßes bei AWD bekanntgeworden. NDR Info wurden nach eigenen Angaben insgesamt 27.000 Datensätze zugespielt, die Kundennummer, Adresse, Telefonnummer, Berufsbezeichnung, Geburtstag und die Vertragsabschlüsse der einzelnen Kunden enthalten. AWD erklärte dazu, es seien keine sensiblen Angaben "im Sinne des Datenschutzes in den vorgelegten Daten, insbesondere keine Konto- oder Bankverbindungen der Kunden". Dies habe das niedersächsische Landesamt für Datenschutz bestätigt. Das Unternehmen habe Anzeige gegen Unbekannt bei der Staatsanwaltschaft Hannover erstattet. (APA/AP)

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