Polizist richtete nächtliches Blutbad an

17. Oktober 2009, 14:16
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47-Jährige kam von Nachtdienst nach Hause - Fand angeschossenen Partner und dessen toten Sohn - Mit Video

Klagenfurt - Der 17-jährige Bursche und der 47 Jahre alte Mann, die in der Nacht auf Samstag in Frauenstein (Bezirk St. Veit) einem Schussattentat durch einen 50-jährigen Polizisten zum Opfer gefallen sind, wurden von der Lebensgefährtin des 47-Jährigen entdeckt. Die Frau kam vom Nachtdienst nach Hause und entdeckte den toten 17-Jährigen und ihren schwer verletzten Partner - sie alarmierte die Einsatzkräfte. Der Täter - er hatte sich unmittelbar nach dem Mord das Leben genommen - wurde von der Polizei gefunden.

Entgegen ersten Polizeiangaben hatte der Polizist nicht vom Garten durch das Küchenfenster gefeuert, sondern durch die verglaste Eingangstüre in den Flur des Bauernhauses, wo sich beide Opfer aufhielten. "Zuerst fiel der Frau auf, dass die Glasscheibe kaputt war. Sie betrat das Haus und sah, dass da jemand lag. Den Toten auf der Wiese hat sie gar nicht gesehen", sagte Christian Martinz vom Landeskriminalamt. Die 47-Jährige, die Frau des Täters und weitere Betroffene werden von einem Kriseninterventionsteam betreut.

Als Motiv wird ein Beziehungsstreit vermutet. Die 42 Jahre alte Ex-Frau des schwer verletzten Landwirtes und der Schütze hatten ein Verhältnis. "Der 47-Jährige dürfte die Ehefrau des Täters über die Beziehung informiert haben", sagte der Kriminalist. Dies dürfte der Auslöser für die Bluttat gewesen sein. Nach der Scheidung hatte die 42-Jährige mit ihrem 13 Jahre alten Sohn den Bauernhof verlassen, der 17-Jährige Sohn war bei seinem Vater geblieben. Der Polizist hatte mit seiner Frau und zwei Kindern zusammengelebt.

Der 50-Jährige war Beamter in einer Polizeidienststelle im Bezirk St. Veit. "Er war überhaupt nicht auffällig, es war nicht absehbar, dass so etwas passiert. Wir können das nicht erklären", meinte Martinz. In der Nacht auf Samstag hat der Polizist Sohn seiner Geliebten erschossen und ihren Ex-Mann schwer verletzt. Er feuerte mindestens siebenmal auf seine Opfer. Danach richtete er sich selbst. (APA)

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