Buchbesprechung

Systemmängel mit Nebenwirkungen

16. Oktober 2009, 16:52

Ein verdienter Pädagoge rechnet mit der gegenwärtigen Praxis der Gymnasialselektion und den von ihr verursachten Kollateralschäden ab

Was zu Beginn des heurigen Schuljahres als "Schulreform" diskutiert wurde und wird - die Änderung der Schulverwaltung und ein neues Lehrerdienstrecht -, könnte man mit der "Reform" eines Restaurants vergleichen, bei dem die Buchhaltung und die Einrichtung erneuert werden. Solange sich in der Küche nichts ändert ... Echte Schulreformen betreffen die Struktur und das Funktionieren des Schulsystems, und da gibt es seit Jahrzehnten den größten Handlungsbedarf bei der Schulstufe der Zehn- bis 14-Jährigen: Stichwort Gesamtschule.

Wer sich in Österreich zum Thema Gesamtschule äußert, muss mit Ressentiments, Unterstellungen, Befürchtungen und jeder Menge Unwissen rechnen. Als der früh verstorbene Innsbrucker Erziehungswissenschafter Peter Seidl vor mehr als 30 Jahren im südsteirischen Retzhof einen brillanten Vortrag hielt, in dem er die Mängel der selektiven Schulorganisation und das Potenzial der Gesamtschule als fairere, begabungsgerechtere Schulform aufzeigte, knisterte die Luft im Saale vor den Aggressionen der anwesenden Gymnasiallehrer.

Seidl war einer jener neueren Generation von Pädagogen, deren Aussagen nicht mehr auf unbefragten Glaubenssätzen ("Österreich hat eines der besten Schulsysteme der Welt" ) und ideologischen Postulaten ("Gesamtschulen bewirken Nivellierung nach unten" ), sondern auf sozialwissenschaftlichen Forschungsbefunden und rationalen Argumenten beruhten. Mit damals noch ganz neuen empirischen Daten wies er nach, dass die frühe schulische Auslese psychometrisch unverlässlich ist, dass die Trennung der Bildungswege in Gymnasien und Hauptschulen zu sozialer Segregation führt und Kinder aus bildungsfernen Familien massiv benachteiligt.

"Jo mei ... da hamas ..."

Unmittelbar nach seinem Vortrag wurde Seidl gefragt: "Waren Sie einmal Lehrer in einer Schule?" Für die Korrektheit der Seidl'schen Daten und die Unwiderlegbarkeit seiner Argumente war die Antwort auf diese Frage völlig irrelevant. Als Seidl erklärte, nie Lehrer gewesen zu sein, ging eine Welle sarkastischer Geringschätzung durch die Reihen der Lehrerschaft "... Jo mei ... na bitte ... da hamas ..." ; sein Vortrag versank in einem Meer von unbelehrbarer Entrüstung. Seidl war "keiner von uns" .

Vielleicht bleibt Rupert Vierlinger und seinem Buch Steckbrief Gesamtschule ein ähnliches Schicksal erspart, denn er ist offensichtlich "einer von ihnen" . Vierlinger war jahrzehntelang Lehrer, sodann Lehrerbildner, Direktor der Bischöflichen Pädagogischen Akademie in Linz und schließlich Pädagogikprofessor an der Universität Passau. Wie Hartmut von Hentig, der große alte Mann der deutschsprachigen Pädagogik, der als Professor der Universität Bielefeld eine der interessantesten deutschen Gesamtschulen, die Laborschule Bielefeld gründete, wollte sich Vierlinger nicht damit begnügen, schulreformerischer "Wegweiser" zu sein, sondern auch wissen, wie eine Gesamtschule funktioniert. Er nutzte die Notwendigkeit, für die Hauptschullehrerbildung seiner Akademie eine Übungsschule einrichten zu müssen, als "window of opportunity" und gründete sie als echte Gesamtschule. Wie ein medizinischer Forscher, der von der Richtigkeit seiner Therapie überzeugt ist und sie im Selbstversuch erprobt, bot Vierlinger seiner Tochter an, diese Versuchschule zu besuchen; der Erfahrungsaustausch zwischen der Tochter in der kinderfreundlichen Gesamtschule und dem Sohn in einem traditionellen Gymnasium ist eine der vielen kleinen Gemmen dieses Buches.

Vierlingers Ausführungen haben einerseits die Autorität des kritisch-analytischen Erziehungswissenschafters, andererseits die Authentizität und "schulische Bodenhaftung" des langjährigen Praktikers. Ohne Polemik, aber auch ohne die im österreichischen Bildungsdiskurs übliche Bereitschaft, unangenehme Fakten zu verdrängen und unglaubwürdige Kompromisse einzugehen, rechnet Vierlinger mit der pädagogischen Dürftigkeit, der Gnadenlosigkeit und der Schlampigkeit der gegenwärtigen Gymnasialselektion und ihren Kollateralschäden ab. Indem er die meist in sozialwissenschaftlicher Fachsprache verschlüsselten Ergebnisse der Bildungsforschung lesbar aufbereitet und mit einer Fülle kleiner, oft humorvoller Fallbeispiele aus dem (ober)österreichischen Schul- bzw. Schüleralltag verknüpft, zeigt er auf, wie die systemischen Mängel einer inkompetenten Bildungspolitik und einer obsoleten Schulorganisation von den einzelnen Familien individuell, privat und in vielen Fällen leidvoll abgearbeitet werden müssen.

Ein wiederkehrendes Leitmotiv dieses Buches ist die "echte" Gesamtschule. Vierlinger verwahrt sich dagegen, dass auf der Basis der Erfahrungen mit deutschen Pseudo-Gesamtschulen Verallgemeinerungen über die Qualität und Förderwirkung von Gesamtschule an sich gemacht werden. Es sei absurd und unfair, die Leistungen und das Image dieser "falschen" Gesamtschulen, die mit dem traditionellen Schulsystem nicht friedlich koexistieren, sondern an diese durch "Creaming" ("soziales Absahnen" ) die leistungsfähigeren Schüler und die ambitionierten Eltern verlieren, mit denen von Gymnasien zu vergleichen.

Eher ein Plädoyer

Wer wissen möchte, wie richtige Gesamtschulsysteme funktionieren, der möge sich in Skandinavien oder in Kanada umsehen, wo es auf der Sekundarstufe I nur Gesamtschulen gibt, die gesamtschul-adäquate Lehrpläne, individualisierte Lern- und Unterrichtsformen und für die Ansprüche von Gesamtschulen ausgebildete Lehrer haben.

Vermutlich hat sich irgendjemand beim Böhlau-Verlag den flotten Buchtitel Steckbrief Gesamtschule ausgedacht. Steckbrief? Ein Titel wie Gesamtschule - ein Plädoyer hätte eher gepasst. Denn wie ein Staatsanwalt, der seinen Fall vor einem Gerichtshof mit den obersten Richtern Wahrhaftigkeit, Fairness und Demokratie vorträgt, zeigt Vierlinger, Beweisstück für Beweisstück, die schädlichen Nebenwirkungen des bestehenden Ausleseschulsystems und das humanere Potenzial des Gesamtschulmodells auf, einer Schulorganisation, die zumindest bis zum Ende der Schulpflicht der Individualisierung, der Förderung und der Lust am Lernen Vorrang gibt vor den sogenannten schulischen Sachzwängen.

Nicht alle Leser werden mit diesem Buch Freude haben. Um ihre Statuserhaltung besorgte Gymnasiallehrer und um die Privilegien ihrer Kinder besorgte Bildungsbürger werden alarmiert sein, dass ihnen nicht ein alter Linker, sondern ein gütiger gebildeter Katholik die schulpolitischen Leviten liest. (Karl-Heinz Gruber, DER STANDARD, Printausgabe, 17./18.10.2009)

 

Buchinformation

Rupert Vierlinger "Steckbrief Gesamtschule. Falsche und echte Gesamtschulen" . € 24,90 / 289 Seiten. Böhlau-Verlag, Wien 2009

Zur Person:

Univ.-Prof. Karl-Heinz Gruber lehrt Vergleichende Erziehungswissenschaft an der Uni Wien.

Kommentar posten
22 Postings
Ich gebs zu
03
24.10.2009, 16:20
Dass die Gesamtschule unter dem Strich "Chancengerechtigkeit" bringt,

würde ich nicht bestreiten.

Allerdings nur unter denen, die sich keine Privatschule leisten können.

Soziale Selektion? Mag sein, nur sehe ich nicht ein, warum meine Kinder Sozialarbeiter/innen spielen sollen. Sie fühlen sich an der AHS wohl und waren in der öffentlichen Volksschule nicht sonderlich glücklich.

So lange jene Schulpolitiker und Bildungsexperten, die meinen Kindern die Gesamtschule aufdrücken wollen, ihre eigenen Ableger in teure Privatschulen stecken, kann ich mit dem schlechten Gewissen leben.

krenek
02
23.10.2009, 11:37
Objektivität?

Man macht den Bock zum Gärtner, wenn man Prof. Gruber eine Rezension zum Thema Gesamtschule anvertraut, Objektivität ist hier nicht zu erwarten.
Vielmehr wird mit subtilen Untergriffen argumentiert(?):
Die (offenbar grundsätzlich) 'aggressiven' Lehrer, die kinderfreundliche Gesamtschule vs. das Gymnasium (dem dadurch Kinderfeindlichkeit unterstellt wird), ideologische Postulate vs. 'rationale' Argumente, Kollateralschaden (ein Begriff aus der Militärsprache), etc.
Ich werde das Buch trotzdem lesen, denn ich erwarte mir weitere Aufklärung darüber, worin die tiefsitzenden konzeptuellen Fehleinschätzungen der Gesamtschulpropagandisten begründet sind.

sam duke
00
23.10.2009, 13:57
ein verdienter pädagoge

so?
oder ein verdienender.

Phil Decker
01
23.10.2009, 10:49
Anregung...

Wenn man schon dauernd über die Vorteile der Gesamtschule, vor allem der finnischen , belehrt wird, so sollte man sich einmal über die Rahmenbedingungen, unter denen die GS in Finnland so gut funktioniert, kundig machen!Eine interessante Studie dazu findet man unter: www.finland.de/pisa-studie , und zwar in dem Beitrag: Ohne Erziehungsoffensive keine Bildungsoffensive.Man sieht, dass sich die Rahmenbedingungen in Finnland so stark von denen in Deutschland und Österreich unterscheiden, dass hier wohl Äpfel mit Birnen verglichen werden. Würde man diese Rahmenbedingungen auch in unserem Schulsystem schaffen, dann könnte man ja über eine Gesamtschule reden. Doch dazu müßte man sehr viel Geld in die Hand nehmen, doch woher soll das heute komme

torch
 
00
23.10.2009, 09:13

Der Vorteil der Gesamtschule ist die progressive Nivellierung nach unten, die so unauffälliger vonstatten gehen kann. Das erhöht Chancen für verhaltensoriginelle sowie lernresistente SchülerInnen, stärkt den sozialen Zusammenhalt sowie auch die sozialen Kompetenzen, die werden ja immer wichtiger ...

asinus
00
23.10.2009, 00:51

Dass die Gesamtschule in Deutschland als "falsch" bezeichnet wird, stör mich ein bisschen. Denn das ist dort die Realität. Genausowenig kann man von vornherein der "kinderfreundlichen Gesamtschule" das "traditionelle Gymnasium" gegenüberstellen. Viele Gymnasien sind auch bei uns sehr modern, auch im Alltag und nicht nur im Versuchsstadium. Und schließlich sind es nicht nur die "Bildungsbürger", die für das Gymnasium eintreten. Hr. Gruber tut das anscheinend nicht, und seine Buchbesprechung leidet unter der fehlenden Objektivität.

Friedel Marksteiner
 
00
17.10.2009, 18:34
Erfrischend und ermutigend,

dass Herr Vierlinger die Interessen und Anliegen der Schüler und der Eltern in den Vordergrund rückt und die Bildungsdogmen als solche kenntlich macht.
Hoffentlich kommt das Buch zur rechten Zeit, um die Bildungspolitik zu versachlichen und in eine zukunftsfähige Perspektive zu bringen.

Coldplay21
11
17.10.2009, 14:28

was für ein schöner objektiver artikel vom standard zum thema gesamtschule

Prolet
32
17.10.2009, 13:22
Weitere Verteuerung durch 10% Lohnerhöhung, 20% weniger Arbeitsstunden und 30% mehr Urlaub!


Dann wird es bei der übernächsten Verhandlungsrunde nur mehr um die Restarbeitszeit gehen, die doch ohne Schulaufenthalt den Schülern am meisten hilft.

Daß das wirklich so kommt und die Besten im Web unterrichten werden steht schon fest.

Der Stoff wird spannend aufbereitet via Inet dargeboten und kein Lehrer muß sich mehr schweißgebadet eine Stunde vorbereiten.

Die eingesparten Milliarden können in die Ausstattung investiert werden - nicht die der Lehrer - die der Kinder.

Das macht Sinn.

G. Lavant
00
22.10.2009, 14:23

Trotz aller Systemmängel:
aber mit ihrer Betrachtungsweise von lehren und unterrichten haben sie nicht einmal ansatzweise begriffen, was es heißt, wenn ein Kind einen Lehrer hat, der es auf seinem Lernweg begleitet.

"Du hast Hunger zu lernen
Hunger zu wachsen
Hunger zu wissen
Hunger zu fliegen ...
die Brust
die jene Milch gibt
die deinen Hunger stillt ...
Es scheint mit wunderbar, dass du nun
nach dieser Brust verlangst.
Aber vergiss eins nicht:
Es ist nicht die Brust, die nährt,
es ist die Milch"
(Jorge Bucay)

Der Ätzer
11
23.10.2009, 08:38
Schon Ihr Vorurteil disqualifiziert Sie als Lehrperson!

Das Internet wird "Lehrer", die nicht einmal Zuwendung bei den Schülern erwerben können, aber mit schlechten Noten drohen anstatt auf den Stoff besser einzugehen, bald vom Unterricht entfernen.

Wer unsere Zukunft zum Besseren gestalten will, wird das erkennen, die Anderen werden sich an 600x 50 Minuten erlogener (für die Kinder) Vorteile klammern.

Wunden zu Perlen verwandeln - das wäre Ihre Aufgabe!

G. Lavant
01
25.10.2009, 16:38
Ich wäre ihnen dankbar, wenn Sie mir einen Link

senden könnten, anhand dessen nachvollziehbar ist, dass Internetinhalte die Funktionen besser oder wenigstens gleich gut erfüllen können, als ein Lehrer.
(Ich rede hier ausdrücklich von Lehrern, die nicht ihre Komplexe und Defizite an Kindern abarbeiten. Die haben in der Schule nichts verloren. Aber die hätten spätestens während ihrer Ausbildung entfernt gehört.)

Philosophia
01
25.10.2009, 17:24
Sollten Sie nicht in der Lage sein, Private Webkurse zu finden, werden Sie Straßenkehrer!

Als Halbkreisingenieur dürften Sie sich im Wirtshaus jede Stunde mit einem Seidl vorbereiten.

Aber ich will nichts vermuten - es kommt schneller als Sie denken - mit Simulationen und Anschaulichkeit sondergleichen.

Selbst der Hr. Betriebsrat wird das nicht verhindern können.

Ich rede hier von Methoden der modernen Education und will keinen engagierten Lehrer das Unterrichten vermiesen.

Aber stellen Sie ich vor, es gibt keinen Buchdruck - so ungefähr ist der Unterschied.

G. Lavant
02
25.10.2009, 20:07
Aber, aber

warum denn gleich so böse?
Ich rede von der österreichischen Schule und hätte nur gerne ein Beispiel für Webunterricht gehabt, das besser oder gleich gut wie ein Lehrer ist.
Ich kenne selbst genug Beispiele - leider nicht aus Österreich.
Und wenn man vollmundig die Schöne Neue Welt verkündet, ist es wohl nicht allzu unverschämt, ein Beispiel dafür zu verlangen.
Also nochmals die Bitte um EINEN Link, in der Internetinhalte didaktisch so gut aufbereitet sind, dass sie einen Lehrer ersetzen können.
Ach ja: Straßenkehrer ist auch ein wichtiger Beruf und ich habe von sog. Barabern sogar eine ganze Menge gelernt. Also schminken sie sich ein bisschen ihren Dünkel ab, damit ihrer Gedanken Blässe besser sichtbar wird.

Nickless
10
26.10.2009, 08:38
Ihr "Verlangen" ist kein Argument!

Im Gegenteil, es ist anzunehmen, daß Kurse, Bildungsfernsehen und Privatschulen im Web schon bekannt sind.

Das wird sich in den nächsten Jahren stark verbessern und jedem die Möglichkeit für Weiterbildung geben.

Was Sie meinen ist der Unterschied zwischen einem Konzert im Konzertsaal und einer Konserve?

Selbst das ist nicht mehr gültig. Wir besuchen mit Surroundanlgen die besten Konzerte und ratschen im Web darüber.

Es ist einfach kindisch anzunehmen, daß ein Medium - Entertainment als Privileg nutzend - keine Bildung in erstklassiger Form biete könne.

Wo des einzelnen Lehrkörpers Wissen endet beginnt es im Internet - viel weiterführend und verifizierbar.

Nutzen Sie das - Recherchen von Schülern verlangen - wird Sie staunen machen!

Ich gebs zu
01
30.10.2009, 19:21
Schon der blasierte Unterton Ihres Postings verrät, dass Sie von

Möglichkeiten des "Blended Learning" viel weniger wissen, als Sie gerne zugeben wollen.

Webquests, Wikis, Lernplattformen usw. werden an allen mir bekannten Schulen eingesetzt und haben auch einiges zu bieten.

Zu glauben, man könne die lieben Kleinen einfach mit einem Arbeitsauftrag vor den PC setzen, ist allerdings schlicht und einfach naiv.

Erfahrungsgemäß profitieren die Selkbständigeren, während eine wachsende Gruppe gar nichts oder irgendetwas Anderes tut. Langfristige Versuche haben gezeigt, dass E-Learning v. a. mehr Motivation bringt, direkten Lernerfolg jedoch kaum.

(Vgl. "Lernen in Notebook-Klassen", kostenfrei per E-Mail an itworks@schulen-ans-netz.de zu bestellen.)

Banden-Ordner
00
31.10.2009, 13:31
Sie erscheinen mehr als Gefährung der Intelligenz als Lehrer!

Sollten Sie Ihren Bildungsmangel oder nur die trübe Sicht für die Zukunft verhüllen?

Jederzeit und überall ist das Erblühen der Webeducation zu beobachten - ob Sie dabei mit 600 mal 50 Minuten überfordert sind oder nicht.

Warten Sie ab - sowas nicht zu erahnen ist dumpfsinnig.

Sogar die Faulheit sich selber kein Bild zu machen entspricht einem veralteten Lehrbild.

Ich gebs zu
00
2.11.2009, 18:53
Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, mein Posting wirklich zu lesen,

wäre Ihnen aufgefallen, dass ich 1. selbst mit der Materie befasst, 2. über den aktuellen Stand an einigen Schulen informiert und mir 3. über die Grenzen der Technologie im Klaren bin.

Sollten Sie lediglich Dampf ablassen wollen, nur zu.

Angesichts der Inhaltsfreiheit Ihres Postings nehme ich jedoch an, dass ich Ihr Urteilsvermögen nicht allzu hoch einzuschätzen habe.

Frotzel
00
3.11.2009, 08:22
Sie frotzeln die Welt, das liest man.

Verständnis für Avatare verlange niemand - aber sie kommen.

G. Lavant
00
26.10.2009, 12:25
Ich hätte gerne etwas ganz Einfaches:

einen Link auf eine Webseite, in der ein Lerninhalt didaktisch so aufbereitet ist, dass man sagen kann: ja, wenn ein Schüler diese Seite durcharbeitet, ist ein Lehrer überflüssig. Meine einzige Einschränkung ist, dass dieser Link auf eine österreichische Site zeigt.
Mich interessieren dabei nicht zukünftige Entwicklungen, sondern das Hier und Jetzt.
Natürlich können Medien Bildung in erstklassiger Form bieten.
Das ist nicht der Punkt.
Sondern: wo sind für die österreichische Schule diese Entwicklungen sichtbar.
Aber ich lasse mich gerne weiter als Simpel beschimpfen.

Ich gebs zu
00
23.10.2009, 18:40
Zum Thema "Vorurteil" empfehle ich die Lektüre Ihres

eigenen Postings.

Utter crap.

Alfred Moosbrugger
54
17.10.2009, 12:21

Wenn Idealisten und Realisten aufeinandertreffen, gewinnen die Idealisten, denn deren Hypothesen klingen besser und sind nicht überprüft.
Heute lässt man alleine deshalb fast alle Schüler ans Gymnasium, weil den AHS schlicht und ergreifend die Schüler ausgehen.
Deshalb ist das Niveau ohnehin schon gesunken.
Da kann man aus Sicht der Gutmenschen wohl gleich alle - vom Sonderschüler bis zum AHS-Primus in die gleiche Klasse setzen und undifferenziert unterrichten. Was dabei herauskommt, wissen die Realisten, die heute bereits unter ähnlichen Bedingungen unterrichten, weil Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ohne Stützlehrer in die 3. Leistungsgruppe der Hauptschulen gesetzt werden. Ergebnis: alle lernen weniger, Störungen sd Regel.

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