Kein Gewaltverbrechen im Fall Vandenbroucke

17. Oktober 2009, 14:24
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Ärzte bestätigten Diagnose Lungenembolie, zudem wurde Herzkrankheit festgestellt

Dakar  - Radprofi Frank Vandenbroucke ist am vergangenen Montag nicht durch eine Gewaltanwendung zu Tode gekommen. Zu diesem Ergebnis kam der Mediziner Isidor Boye vom Dantec-Krankenhaus in Dakar, der in der senegalesischen Hauptstadt eine Autopsie des Leichnams des Belgiers vorgenommen hatte. "Es gibt keine Spuren von Alkohol, nichts deutet auf ein Gewaltverbrechen hin", zitierte die belgische Nachrichtenagentur Belga den Arzt. Vandenbroucke erlitt eine doppelte Lungenembolie. Zudem diagnostizierten die Ärzte eine Herzkrankheit.

Eine genauere toxikologische Untersuchung soll nach Vandenbrouckes Überführung in Belgien oder Frankreich erfolgen. Vandenbroucke, den in seiner Karriere zahlreiche Doping-Schlagzeilen begleitet hatten und der an Depressionen litt, war in der Nacht zum Montag im Alter von 34 Jahren in einem Hotelzimmer im Küstenort Saly tot aufgefunden worden.

Im Zusammenhang mit Vandenbrouckes Tod waren am Mittwoch drei Personen festgenommen worden, darunter laut französischen Medien eine Prostituierte. Dem Trio wird vorgeworfen, dem Toten Geld, eine Uhr und zwei Handys gestohlen zu haben. (APA/dpa)

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