Entscheidung über Fußfesseln erst 2010

16. Oktober 2009, 12:31
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Kosten waren nach Modellversuch 2007 zu hoch

Wien - Das Justizministerium will erst kommendes Jahr eine Entscheidung darüber treffen, ob zukünftig elektronische Fußfesseln im Strafvollzug eingesetzt werden. Ein entsprechender Modellversuch - Teil des im Dezember 2007 verabschiedeten Haftentlastungspakets - sei bereits evaluiert worden, hieß es am Freitag seitens des Justizministeriums. Die Kosten für die elektronischen Fußfesseln seien allerdings zu hoch gewesen.

Das Pilotprojekt der elektronischen Fußfesseln sei bereits ausgelaufen, erklärte der Sprecher von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner. Die Evaluierung habe ergeben, dass die Kosten der elektronischen Fußfesseln "nicht effizient" seien. Man werde nun bis nächstes Jahr prüfen, wie man die Fußfesseln günstiger einsetzen könnte, sich aber auch nach Alternativen umsehen.

Der Bewährungshilfe-Verein Neustart hatte heuer im Frühjahr bereits eine positive Bilanz über den elektronisch überwachten "Hausarrest" gezogen. (APA)

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