Kirchenöffnung in Van

16. Oktober 2009, 11:49
  • Touristiker fordern die die Öffnung der Akdamar-Inselkirche auf dem Van-See.
    foto: burhan ozbilici/ap

    Touristiker fordern die die Öffnung der Akdamar-Inselkirche auf dem Van-See.

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Tausende christliche Kulturtouristen und Pilger aus Armenien erhofft - Paulus-Kirche in Tarsus wieder zu

Antalya - Die Hoffnung auf eine Öffnung der armenisch-türkischen Grenze in absehbarer Zeit nach der Unterzeichnung eines entsprechenden bilateralen Protokolls hat nun auch die Touristiker auf den Plan gerufen. Was Menschenrechtler und Politiker aus dem Ausland schon seit Jahren fordern, wollen nun auch sie: die Öffnung der bekannten Akdamar-Inselkirche auf dem Van-See in der Südosttürkei. Der regionale Fremdenverkehrsverband TÜRSAB erhofft sich davon einen regen religiösen Tourismus.

Christen pochen schon seit Jahren darauf, die historische Kirche, ein Wahrzeichen der vergangenen armenischen Kultur, wieder für den religiösen Kult zu öffnen. Die türkischen Behörden haben dies verboten, einschließlich der Anbringung eines Kreuzes auf dem Kirchturm. Der regionale TÜRSAB-Direktor Abdullah Tuncdemir erklärte am Tag nach der Unterzeichnung der Züricher Protokolle durch die Außenminister der beiden Nachbarstaaten in der türkischen Presse, eine Wiederöffnung der Akdamar-Kirche für Gottesdienste würde nicht nur "eine Brücke der Freundschaft" zwischen beiden Völkern schlagen, sondern Tausende Armenier und andere Christen zu Pilgerfahrten in die Region anregen.

Seine Sondierungen bei Tourveranstaltern in Armenien ließen eine starke Nachfrage erwarten, meinte Tuncdemir gegenüber der "Hürriyet Daily News". Es herrsche großes Interesse an Besuchen in diesem Gebiet mit seinen armenischen Bauwerken, wobei die Akdamar-Kiche der Hauptanziehungspunkt wäre. Das erste, was geschehen müsse, sei die Errichtung eines Kreuzes auf dem Kirchturm, forderte der TÜRSAB-Direktor. Das Gebiet war weithin von Armeniern besiedelt, bis es gegen Ende des Ottomanen-Reiches zu den organisierten Massakern kam - die von den Türken als Unruhen, von den Armeniern als Genozid gewertet werden.

Ein für viele nicht nachvollziehbarer Rückschritt - vom Standpunkt der Religionsfreiheit wie des Fremdenverkehrs - ist unterdessen bei der Paulus-Kirche in Tarsus zu verzeichnen. Nach dem Ende des Paulus-Jahres 2009 hat das Gotteshaus, das als Geburtsstätte des Völkerapostels gilt, wieder den Status eines Museums, Messen dürfen nur ausnahmsweise abgehalten werden, Ansuchen müssen Tage voraus an die türkischen Behörden gestellt werden.

Diese Praxis reflektiere "die fehlende Anerkennung des Rechts auf Religions- und Kultfreiheit", zitierte der "Informationsdienst Christlicher Orient" (ICO) den Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz Luigi Padovese, der die restriktive Regelung vor allem angesichts der EU-Ambitionen Ankaras bedauerte. 1943 war die Kirche in Tarsus vom türkischen Staat beschlagnahmt worden. Im Paulus-Jahr besuchten laut ICO mehr als 400 Pilgergruppen aus 30 Nationen die Geburtsstätte des Völkerapostels. (APA

Informationen:
TÜRSAB

wir monieren religionsfreiheit für autochtone Minderheiten, zu Recht natürlich. Laßt mich eines dazu sagen: aus SIcht der Türken attackieren wir damit ihr Nationales Selbstbewußtsein, ja direkt ihre Existenz.
Bizarr aber wahr

Aber bei uns wollen sie schon ihre Moscheen und Minarette hinstellen und wir Idioten lassen das zu! Aufwachen bitte!!!

Geh...

...immer dieses blöde Argument! Deshalb: Selber aufwachen!

sag norman: kann man an diesem artikel jetzt noch irgendwas schön reden? oder packst die wahrheit nicht selbst wenn sie dir mit fakten dargelegt wird?

nur weil sie ausländer sind, sind sie nicht die besseren menschen!

viele argumente gegen den beitritt der türkei zur eu sind etwas nunja ... konstruiert

aber derartiges .... ein derartiger umgang mit religiösen minderheiten .. ist wahrlich haarsträubend.

"fehlende Anerkennung des Rechts auf Religions- und Kultfreiheit"

Das ist leider noch Alltag in der Türkei.

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