Hochtief sitzt auf dickem Auftragspolster

16. Oktober 2009, 10:52
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Keine endgültige Entscheidung über Börsengang der Konzessionssparte

Düsseldorf - Der größte deutsche Baukonzern Hochtief verfügt trotz der Wirtschaftskrise über einen komfortablen Auftragspolster. Hochtief habe Aufträge mit einem Volumen von mehr als 33 Mrd. Euro in den Büchern, die den Konzern im Schnitt über 19 Monate auslasten würden, sagte Finanzvorstand Burkhard Lohr in einem in der "Financial Times Deutschland" (FTD) am Freitag veröffentlichten Gespräch. Hochtief sei zudem konservativ finanziert und damit "gut aufgestellt".

Zum US-Geschäft sagte Lohr, die Tochter Turner verzeichne Rückgänge beim Auftragsbestand, dieser sei aber noch immer "hoch". Die US-Tochter Flatiron, die auf den Infrastrukturbau spezialisiert ist, verzeichne dagegen rasante Zuwächse. "Zur Jahresmitte hatten wir schon mehr Aufträge als für das gesamte Jahr erwartet", betonte Lohr. Hochtief hofft zudem weiter, von dem Milliarden aus dem Konjunkturpaket der US-Regierung zu profitieren. Die Geschäfte der australischen Tochter Leighton, die in der Vergangenheit einer der Haupt-Ertragsbringer von Hochtief war, liefen zudem "sehr erfreulich".

Über einen Börsengang der Konzessionssparte, in der Hochtief unter anderem seine Flughafen-Beteiligungen gebündelt hat, ist Lohr zufolge noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Dies sei "noch offen". Lohr betonte aber erneut, Hochtief werde auch bei einem Gang aufs Börsenparkett die Mehrheit an dem Geschäft behalten. Finanzkreisen zufolge steuert Hochtief auf einen Börsengang der Sparte zu. Dieser könne noch in diesem Jahr über die Bühne gehen, hatten mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen Reuters gesagt.(APA)

 

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