Ab Dienstag wird es deutlich wärmer

16. Oktober 2009, 10:54
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Bis zu 30 Grad Unterschied innerhalb der letzten Woche - Wochenende bleibt frühwinterlich, zu Wochenbeginn wieder zehn bis 15 Grad wärmer

Noch vor einer Woche stöhnte Österreich unter ungewöhnlich hohen Oktober-Temperaturen - kurze Zeit später regieren Wintermantel und Schneeketten. Innerhalb weniger Tage stürzten die Temperaturen gewaltig ab. "Differenz-Spitzenreiter" ist Weitensfeld im Kärntner Gurktal: Vergangenen Donnerstag wurden dort 24,4 Grad gemessen; in der Nacht auf Freitag fielen an der exakt selben Stelle die Thermometer auf 6,2 Grad - minus. Selbst in Wien setzten die Quecksilbersäulen zum Sturzflug an: 28,5 Grad am 8. Oktober, nur noch 1,5 Grad am 16. Oktober - 27 Grad Unterschied in einer Woche.

Das frühwinterliche Wetter setzt sich in Österreich auch am Wochenende fort. "Der Alpenraum bleibt im Einflussbereich feuchtkalter Luft, am Freitagabend bringt ein Randtief in den Nordalpen erneut eine Portion Neuschnee", erklärt Andreas Meingassner von der Unwetterzentrale Österreich. Entlang der Alpennordseite kommt somit neuerlich eine Portion Neuschnee hinzu, ergiebig schneien wird es vor allem zwischen dem Bregenzerwald und den Kitzbüheler Alpen.

Ein Ende der frühwinterlichen Wetterphase ist allerdings schon in Sicht. "Am Dienstag gehen die Temperaturen mit Drehen der Höhenströmung auf Südwest in allen Höhen deutlich bergauf", so Meingassner. "Es wird um rund 10 bis 15 Grad wärmer, die Nullgradgrenze steigt gegen 3000 Meter."

Der Wetterverlauf im Detail

Am Freitag setzt sich das kühle und unbeständige Wetter fort. Zunächst ist vor allem am Alpennordrand mit etwas Schneefall bis auf 500 bis 300 m herab zu rechnen. Am späteren Nachmittag beginnt es dann von Nordwesten her verbreitet zu regnen und schneien, wobei die Schneefallgrenze zwischenzeitlich auf 600 bis 900 Meter steigt. Der Süden bleibt begünstigt. Es weht teils lebhafter, auf den Bergen allmählich wieder zunehmend stürmischer West- bis Nordwestwind. Es bleibt kalt bei maximal 1 bis 10 Grad.

Der Samstag verläuft im Großteil Österreichs bewölkt und vor allem an der Alpennordseite muss man immer wieder mit Schneefall oder Regen rechnen. Die Schneefallgrenze liegt von Ost nach West zwischen 400 und 700 Meter. Im äußersten Osten sowie vor allem im Süden ziehen nur einzelne Schauer durch, die Sonne macht sich aber auch hier rar. Dazu weht lebhafter Nordwestwind. Maximal werden 1 bis 8 Grad erreicht, nur im Süden steigt das Quecksilber auf bis zu 10 Grad.

Am Sonntag regnet oder schneit es nördlich des Alpenhauptkamms vor allem bis Mittag noch zeitweise. Schnee ist oberhalb von 400 bis 800 m ein Thema. Am Nachmittag werden die trockenen Phasen aber mehr und vereinzelt kommt die Sonne durch. Südlich des Alpenhauptkamms bleibt es mit längeren sonnigen Phasen die meiste Zeit trocken. Es ist weiterhin zu kalt für die Jahreszeit mit maximal 3 bis 10 Grad.

Wetterberuhigung ab Montag

Der Montag bringt unter zunehmendem Hochdruckeinfluss langsame Wetterberuhigung. Die meiste Zeit bleibt es trocken, allerdings halten sich die hochnebelartigen Wolkenfelder teilweise recht hartnäckig. Vorerst bleibt es aber noch zu kühl bei Tageshöchstwerten zwischen 3 und 10 Grad.

Am Dienstag scheint vor allem in höheren Lagen zeitweise die Sonne, in den Niederungen hält sich teilweise hartnäckiger Nebel. Mit den Temperaturen geht es allmählich bergauf, die Höchstwerte liegen je nach Nebel und Sonne zwischen 4 und 11 Grad.

Am Mittwoch gibt es erneut einen Mix aus Nebel und Sonne. Auf den Bergen kommt föhniger Südwind auf, die Nullgradgrenze steigt gegen 3000m an. Je nach Nebel, Sonne und Föhn liegen die Höchstwerte zwischen 6 und 16 Grad. (APA/red)

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    Am Wochenende hält das frühwinterliche Wetter noch an - ab Dienstag wird es deutlich wärmer.

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