Serbische Kirche gegen Wahlteilnahme

15. Oktober 2009, 23:09
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"Wegen Missachtung grundlegender Menschenrechte"

Belgrad - Die serbisch-orthodoxe Kirchenführung hat zu Beginn des Wahlkampfes im Kosovo vor den Kommunalwahlen am 15. November an die serbische Volksgruppe dort appelliert, am Urnengang nicht teilzunehmen. Der Kirchensynod rechtfertigte seinen Appell an die Kosovo-Serben mit der "Missachtung grundlegender Menschenrechte" und der UNO-Resolution 1244 vom Juni 1999 zum Kosovo, meldeten Belgrader Medien.

Die Kommunalwahlen sind ein erster Urnengang im Kosovo seit der Ausrufung der Unabhängigkeit im Februar 2008. Im Kosovo leben nach Angaben Belgrads rund 120.000 Serben bei einer Gesamtbevölkerung von rund 2,1 Millionen. Unter 76 Parteien und Bündnissen, die am Wahlkampf teilnehmen, befinden sich auch 21 der serbischen Volksgruppe. Die Belgrader Behörden hatten sich schon zuvor gegen die Wahlteilnahme der serbischen Volksgruppe ausgesprochen.

Die meisten nach dem Krieg 1999 abgehaltenen Wahlen wurden von Kosovo-Serben boykottiert. Beobachter in Belgrad gehen davon aus, dass auch dieses Mal die Teilnahme der Serben nicht über fünf Prozent liegen dürfte. (APA)

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