Stadtteil Lehen

Salzburgs Aschenputtel wird aufgeputzt

15. Oktober 2009 18:53
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    Foto: standard/markus peherstorfer

    Derzeit ist das Stadtwerke-Areal im Salzburger Stadtteil Lehen eine öde Gstätten ...

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    Foto: transparadiso

    ... die - nach bereits erfolgter Sanierung des kontaminierten Bodens - bis zum Jahr 2014 ein städtebauliches Vorzeigeviertel mit gemischter Wohn- und Gewerbenutzung werden soll.

Im Stadtteil Lehen entsteht ein städtebauliches Vorzeigeprojekt - Gesamtinvestitionssumme mehr als 130 Millionen

Salzburg - Es ist eines der größten städtebaulichen Projekte seit Jahrzehnten: Am Donnerstag begannen mit dem Spatenstich die Bauarbeiten für das "Stadtwerk Lehen" im gleichnamigen Salzburger Stadtteil. Auf dem Gelände der Stadtwerke, die nach ihrer Fusion mit dem Landesenergieversorger SAFE zur Salzburg AG weggezogen waren, sollen unter anderem 300 Wohnungen sowie Büro- und Gewerbeflächen für die Kreativ- und Gesundheitswirtschaft entstehen.

Bis zum Spatenstich war es allerdings ein dorniger Weg. Auf dem Gelände waren einst mächtige Gasometer aufgestellt. Das durch die Gaserzeugung verseuchte Erdreich musste um geschätzte sechs Millionen Euro abgetragen und entsorgt werden.

Für den lange vernachlässigten Stadtteil Lehen - den mit 15.000 Einwohnern bevölkerungsreichsten Salzburgs mit hohem Migrantenanteil, starkem Durchzugsverkehr und dichter Bebauung - ist das "Stadtwerk Lehen" der Höhepunkt einer Reihe von Neubauten, darunter die "Neue Mitte Lehen" am Gelände des ehemaligen Fußballstadions von Austria Salzburg. Das Straßengeviert zwischen Ignaz-Harrer-Straße, Gaswerkgasse, Strubergasse und Roseggerstraße umfasst insgesamt 45.000 Quadratmeter. Auf der nördlichen Hälfte errichten zwei Wohnbaugenossenschaft 293 geförderte Mietwohnungen sowie ein Studentenheim mit 97 Einbettzimmern für Studierende der benachbarten Medizinischen Privatuniversität.

Auch sechs Kindergarten- und Hortgruppen sind vorgesehen. Die Architektur der insgesamt zehn Gebäude stammt vom Wiener Büro "transparadiso". In die Erdgeschoße sollen Geschäfte, Kultureinrichtungen und soziale Treffpunkte einziehen; für Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) "ein neues Stück Stadt mit urbanen Qualitäten". Die Kosten für den ersten, den nördlichen Teil liegen bei 60 Millionen Euro, die Fertigstellung ist für 2012 anvisiert.

Auf der südlichen Hälfte plant die Vorarlberger "Prisma"-Unternehmensgruppe den "Competence Park": Er umfasst vier campusartige Gebäude mit Büros und Labors für Unternehmen aus dem "Life Science"-Bereich (Architekten Berger+Parkkinen, Wien). Außerdem sollen ein Dreisternhotel und ein Supermarkt entstehen (Boris Podrecca, Wien). Eine Villa aus dem Jahr 1830 wird als Portal zum Gelände bleiben. Baubeginn für den "Competence Park" ist im Frühjahr, bis 2014 sollen 75 Millionen Euro verbaut werden.

Ein Teil der Gesamtfläche ist für Grünbereiche reserviert, die Oberfläche wird autofrei gehalten. Über ein Drittel des Wärmebedarfs der Gebäude soll über eine thermische Solaranlage gedeckt werden, dazu kommen noch etwa 500 Quadratmeter Fotovoltaik. Die EU fördert das Projekt mit 2,3 Millionen Euro. (Markus Peherstorfer/Thomas Neuhold, DER STANDARD - Printausgabe, 16. Oktober 2009)

cenare in animo habeo
18.10.2009 17:39
Um Gottes Willen,

das ist ja noch schiacha !

politisch verfolgt
16.10.2009 00:09
statt

einer gstätten ein neues haus. gut, da kann man nicht viel falsch machen.
warum aber das neue, offensichtlich mit grau beschichteten mdf-platten verkleidete haus ein "vorzeigeprojekt" sein soll, ist mir rätselhaft. obwohl, es schaut fast schöner aus als der bunker, den ein französischer stararchitekt gerade am beginn der wiener taborstraße verbricht.

naomi stein
15.10.2009 21:25
yeah!

Simplicius Simplicissimus
15.10.2009 20:28
Das sieht danach ...

... ja noch öder aus. Wieder ein Geldbeschaffungsprojekt.

HomerJ
16.10.2009 10:39

so kann man das nicht sagen: immerhin ist das wasauchimmeresist ROT!!!

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