Auch Briten droht Hinrichtung

15. Oktober 2009, 17:40
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Todesstrafe wegen Drogendelikts, Berufung abgelehnt

Peking - Am Flughafen von Xin-jiangs Provinzhauptstadt Ürümqi stoppte der Zoll den britischen Staatsbürger Akmal Shaikh mit vier Kilogramm Heroin im Marktwert von mehr als einer Viertelmillion Euro im Koffer. Ürümqis Bezirksrichter verurteilten den verhafteten Schmuggler im Oktober 2008 zur Todesstrafe. Seine Berufung wurde inzwischen abgelehnt.

Der einst aus Pakistan eingewanderte und als Kind eingebürgerte Akmal wäre der erste Brite seit Gründung der Volksrepublik, den China hinrichten lässt. Britische Diplomaten wurden in Peking vorstellig, Regierungschef Gordon Brown setzte sich für Akmal ein.

Grundlage ihrer Bitten, die Exekution des 53-Jährigen abzuwenden, sind ärztliche Diagnosen, wonach der verheiratete Vater von fünf Kindern seit langem an "bipolaren Störungen", einer manisch-depressiven Nervenkrankheit, leidet. Er wäre für seine Taten nicht zurechnungsfähig. (erl/DER STANDARD, Printausgabe, 16.10.2009)

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