Barroso: Keine Entscheidung über neue Kommission vor EU-Gipfel

16. Oktober 2009, 00:07

Kommissionspräsident bei Kanzler Faymann und Vize Pröll

Wien - Seit Donnerstag halten sich zwei der drei höchsten Repräsentanten der Union, Kommissionspräsident José Manuel Barroso und der Präsident des EU-Parlaments, Jerzy Buzek, für zwei Tage in Wien auf. Offizieller Anlass ist die Sommerakademie der Fraktion der Europäischen Volkspartei und die Eröffnung des neuen Europa-Hauses an der Ringstraße. Dort wollen die Vertretungen von Kommission und Parlament offener als bisher Bürgerinformation betreiben.

Im Hintergrund konzentrierten sich die Gespräche in Wien freilich auf die Frage, wie es bei der Bestellung des von Österreich nominierten Kommissars weitergeht. Am Abend fanden Vier-Augen-Gespräche mit Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und seinem Vize Josef Pröll (ÖVP) statt. Zuvor sagte Barroso im Standard-Gespräch: "Wir können mit der Nominierung der neuen Kommission erst beginnen, wenn Klarheit über den EU-Vertrag besteht." Darüber müssten die Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel Ende Oktober entscheiden.

Barroso schloss aus, dass man bereits jetzt beginne, auf Basis des bestehenden Vertrages von Nizza zu nominieren, denn "da gibt es weniger Kommissare als Mitgliedsländer". Das gilt auch in Bezug auf die Person oder das Aufgabengebiet des neuen Kommissars aus Österreich.

Barroso: "Wir können nur informelle Gespräche führen."
Die ÖVP wird den Kandidaten vorschlagen. Barroso kennt bereits die Namen - von Wilhelm Molterer, Benita Ferrero-Waldner bis Johannes Hahn. Er wird den Zuständigkeitsbereich vorschlagen.

Beim EVP-Kongress betonte Barroso, es müsse geklärt werden, wer der Hohe Vertreter der Außenpolitik werde, der auch Vizepräsident der Kommission sein wird, und wer der erste Präsident des Rates werde - dann könne man die neue Kommission zusammenstellen.

Kanzler Faymann wird übrigens heute, Freitag, nicht zur Eröffnung des Europa-Hauses kommen. Seine Absenz bei dem Termin begründete sein Büro so: "Das war nie geplant, weil dort die Staatsspitze durch Bundespräsident Heinz Fischer vertreten ist." (Thomas Mayer/DER STANDARD, Printausgabe, 17.10.2009)

itdoesnotmatter1
01
16.10.2009, 16:33

das war heute echt komisch bei der eröffnung - praktisch alle wichtigen ÖVPler dort, die SPÖ hat primär durch abwesenheit geglänzt. ein lustloser vortrag von häupl der als bürgermeister dort sein musste und von der ministerriege nur bures... warum erkennt die sozialdemokratie in österreich nicht die chancen die ihnen EUropa gibt?

Schwarz Grün
20
16.10.2009, 11:46
das beste was faymann für die österreichische EU politik tun kann ......

... ist von ihr die finger lassen ....... danke herr bundeskanzler

ausserdem wär es ihm sicher peinlich bei der eröffnugen mit einem EU logo fotografiert zu werden

Herzerzog Johann
22
16.10.2009, 08:59
Vier-Augen-Gespräche mit Kanzler Werner Faymann

Wie soll das gehen? Ist der jemals alleine?

Naphtali
00
16.10.2009, 14:07

Vor allem: Wenn Barroso nicht deutsch kann, wie unterhalten sich die beiden dann?

aiuto
10
16.10.2009, 08:53
weiterhin kein Fortschritt

was soll bei diesem Weichei von Barroso als Kommissionspräsidenten in den nächsten Jahren herausskommen?
STILLSTAND so wie in den letzten Jahren.

Clever & Smart
25
16.10.2009, 07:25
"Vier-Augen-Gespräche mit Faymann". Das glaube ich eher nicht, denn es war wohl sicher ein Dolmetscher dabei.

Ansonsten hätte wohl nicht viel mehr als seichter smalltalk rauskommen können.

matthaeus
12
16.10.2009, 08:28
viell. Körpersprache?

wozu hat er Kommunikationstrainer? Dass er den Termin im Europahaus auslässt weil UHBP anwesend, dokumentiert es eindrucksvoll: Der Mann reißt das Ruder tatsächlich nicht herum, uns sei es der Niagara auf den das Boot hinzutreibt

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