USA in "neuer Energieära"

15. Oktober 2009, 14:42
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Kohlendioxid-Emissionen sind in den vergangenen zwei Jahren um neun Prozent gesunken

Washington - Der Ausstoß von Kohlendioxid in den USA ist in den vergangenen zwei Jahren um neun Prozent gesunken. Das hat die prominente Umwelteinrichtung Earth Policy Institute in Washington anhand eigener und Daten des US-Energieministeriums errechnet. Sie führt den Rückgang nicht nur auf die Rezession, sondern auch auf größere Effizienz und Nutzung alternativer Energien zurück.

"Viele Jahre lang haben viele Mitglieder des Kongresses darauf beharrt, dass eine Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen schwer, wenn nicht gar unmöglich ist. Es ist es nicht", erklärt der Leiter des Instituts, Lester Brown, in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Er verweist unter anderem auf Fortschritte durch den zunehmenden Ersatz von Kohle durch Naturgas, Wind-, Sonnen- und geothermale Energien. So sei die Kohle-Nutzung 2008 um ein Prozent zurückgegangen, die von Öl sogar um fünf Prozent. Die Kohlendioxid-Emissionen hätten sich im selben Jahr um drei Prozent verringert.

Daten für die bisherigen neun Monate dieses Jahres deuteten auf einen erneuten Rückgang beim Öl um fünf Prozent und um zehn Prozent bei Kohle hin. "Die USA haben ein Jahrzehnt steigender Treibhausgasemissionen beendet und sind in eine neue Energieära eingetreten", so das Earth Policy Institute. (APA/red)

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    Eine Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen ist auch in den USA möglich.

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