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Wien - Die mögliche Übersiedelung der Kunsthalle Wien in das Gebäude des Künstlerhauses am Karlsplatz - und damit die Erweiterung des MUMOK um die Flächen der Kunsthalle - nimmt konkretere Gestalt an.
Über die von Kulturministerin Claudia Schmied favorisierte Raumlösung für die moderne und zeitgenössische Kunst in Wien werde derzeit "intensiv, ernsthaft und konstruktiv verhandelt", erklärte Künstlerhaus-Präsident Joachim Lothar Gartner am Donnerstag. Voraussetzung für die gemeinsame Nutzung des Gebäudes sei jedoch der Ausbau des zweigeschossigen Kellers, der die Ausstellungsfläche verdoppeln würde. "Ich sehe das ganz positiv, als Chance", so Gartner.
Schon seit Jahren habe man immer wieder versucht, öffentliche Partner ins Haus zu holen, um die hohen Kosten zu decken. Sowohl mit den Bundesmuseen, als auch mit dem Wien Museum am Karlsplatz war eine gemeinsame Nutzung angedacht, durch Vollrechtsfähigkeit und neue Baupläne kam man bisher nicht auf einen grünen Zweig. "Wir sind ein Privathaus, das ist eine Einmaligkeit, aber es ist auch eine Last", so Gartner. 40 Ausstellungen pro Jahr und nun die lange anstehende Renovierung: "Die Mitglieder sind mittlerweile auch so weit zu sehen, dass wir das Haus aus eigener Kraft nicht instand setzen können."
Angestrebt wird also ein räumlicher Zusammenschluss unter gleichzeitig klarer räumlicher Trennung. "Eine saubere Lösung", so Direktor Peter Bogner. In der öffentlichen Diskussion entstehe manchmal der Eindruck, das Künstlerhaus gehöre der Stadt oder dem Bund. "Tatsächlich sind wir der größte Off-Space des Landes, wir leisten enorm wichtige Basis-Arbeit." Verein und Programm müssten also auf jeden Fall erhalten bleiben. Notwendig wäre dafür der Ausbau des zweigeschossigen Kellers, ähnlich wie beim Nachbarn Musikverein. Die Ausstellungsfläche von derzeit 2.000 Quadratmetern würde sich dadurch verdoppeln.
Platz also für "zwei gleichrangige Partner, die etwas unterschiedliche Voraussetzungen brauchen", so Gartner. "Aber wir beide zeigen zeitgenössische Kunst. Ich bin sicher, dass sich das sehr befruchtend auswirken könnte." Die Verhandlungen mit der Kunsthalle und deren Direktor Gerald Matt sowie mit den öffentlichen Stellen hätten eigentlich schon im Spätherbst abgeschlossen sein sollen, nun rechnet Gartner bis zum Frühjahr - "vielleicht früher" - mit klaren Weichenstellungen. (APA)
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auf ORF schreibt er, bespiele momentan 7.500m2 und das Künstlerhaus habe nur 4.000m2, weswegen ein Umzug nicht möglich sei. Also ich weiss ja nicht, was Matt so alles bespielt, aber seine beiden Hallen im Museumsquartier haben zusammen nicht einmal 2.000m2!!! schon komisch...
Zuerst mussten die Kubaturen der Museumsqartierbauten reduziert und der Leseturm sogar komplett eingespart werden - auf Druck der lieben "Krone", wobei auch verzerrende Fotomontagen ins Spiel kamen.
Und später muss wieder alles korrigiert, umgebaut und dadurch neuerlich Geld verschwendet werden.
Das ist ein typisch österreichisches Muster. Zu verdanken ist das einer Republik der Spießer, die klein und eng denkt, und dadurch noch mehr Kosten entstehen lässt als bei großzügigem, weitblickendem Denken.
Ähnlich macht es auch der Bund. Der baut oder kauft selber nichts, bringt seine Bürokraten dafür in angemieteten Büros unter. Kurzfristig schaut das in einem Jahresbudget etwas günstiger aus - langfristig ist das natürlich viel, viel teurer.
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