Ex-Bear-Stearns-Manager belogen Investoren

15. Oktober 2009, 13:00
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Manager-Warnungen vor Crash der milliardenschweren Fonds in E-Mails, zugleich aber Investitionen noch angepriesen

New York - Die US-Staatsanwaltschaft hat zwei ehemaligen Bear-Stearns-Managern vorgeworfen, vor dem Zusammenbruch ihrer milliardenschweren Fonds ihre Anleger belogen zu haben. "Diese beiden Angeklagten haben ihre Investoren angelogen, um ihre Multi-Millionen-Dollar Boni zu retten", wurde Ralph Cioffi und Matthew Tannin am Mittwoch (Ortszeit) vor Gericht in New York zu Beginn der Verfahrens vorgeworfen. Dies würden E-Mails der beiden Männer beweisen. Die Anwältin von Cioffi sagte den Geschworenen dagegen, ihr Mandant habe nicht wissen können, wie die Geschäfte laufen würden.

Dem 53-jährigen Cioffi und dem fünf Jahre jüngeren Tannin wird vorgeworfen, im März 2007 Investitionen angepriesen zu haben, während sie in E-Mails davor warnten. Beim Zusammenbruch der Fonds im Juni 2007 - der Frühphase der Finanzkrise - verloren ihre Kunden 1,4 Mrd. Dollar (941 Mio. Euro). Den Männern drohen 20 Jahre Haft. Eine Mitverantwortung für den Zusammenbruch von Bear Stearns selbst wird ihnen nicht vorgeworfen. (APA)

 

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