Die Powerplayer der Kunstwelt gemäß "Art Review"-Studie

15. Oktober 2009, 12:55
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Deutsche gewinnen an Einfluss - Thaddaeus Ropac auf Platz 76

London - Deutschland gewinnt an Einfluss in der Kunstwelt - das ist ein Fazit einer Studie des Fachmagazins "Art Review". Zwar steht an der Spitze der Liste der 100 mächtigsten Menschen in der Branche der Schweizer Kurator und Vize-Direktor der Londoner Serpentine Gallery, Hans Ulrich Obrist. Doch auf Platz vier der Mächtigen findet sich bereits der Schwede Daniel Birnbaum, Rektor der Frankfurter Städelschule und diesjähriger Kurator der Biennale in Venedig.

In der achten Auflage der Liste gebe es weniger Platzierte aus den USA, dafür mehr aus Deutschland, teilte das Magazin am Donnerstag weiter mit. Damit spiegle sich auch die wachsende Bedeutung von Berlin als einer der wichtigsten Kunsthauptstädte Europas wider. Der deutsche Kunstexperte beim Auktionshaus Sotheby's, Tobias Meyer, schaffte es auf Platz 27. Der Leiter der Berliner Nationalgalerie, Udo Kittelmann, landete auf Nummer 54. Der Direktor des Kölner Museum Ludwig, Kasper König, kletterte als Neueinsteiger auf Rang 60.

Als bestplatzierter Künstler trumpfte dieses Jahr auf Platz 10 der US-Amerikaner Bruce Nauman auf. Thaddaeus Ropac hielt die österreichische Fahne in dem Ranking hoch - eder Salzburger Galerist schien nach 2005 erstmals wieder in der Liste auf, auf Platz 76.

Der mächtigste Kunstmensch von 2008, der britische Künstler Damien Hirst, fiel auf Rang 48. Er hatte damals als erster seine Werke über eine Auktion an den Markt gebracht und hatte sich nun etwas aus dem Rampenlicht zurückgezogen. Der Kölner Maler Gerhard Richter sackte dagegen von Platz 18 im Vorjahr auf den 57. Platz ab. Auch der britische Sammler Charles Saatchie rutschte weit ab, auf Platz 72.

Das Fachmagazin wählt die Kandidaten für die jährliche Liste der 100 Top-Künstler, Galeristen, Sammler und Kuratoren nach vier Kriterien aus. Die Redaktion berücksichtigt dabei das internationale Gewicht und den Einfluss auf die Schaffung von Kunstwerken, wie bedeutend sie für den Kunstmarkt sind und welchen Beitrag die Kandidaten im Jahr zuvor für die Kunst geleistet haben. (APA/dpa)

 

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