IVA zieht Anfechtungsklage gegen Feratel-Squeeze-out zurück

15. Oktober 2009, 12:13
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Wegen zu hoher Kosten und Zeitverzögerung - Kleinaktionäre sollen Abfindung in den nächsten Wochen erhalten

Wien - Der Interessenverband der Anleger (IVA) will seine im Juni eingebrachte Anfechtungsklage gegen den von der Feratel Media Technologies AG von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel geplanten Squeeze-out der Streubesitz-Aktionäre zurückziehen. Die Klärung des Rechtsfragen würde unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen und für alle Aktionäre zu einer beträchtlichen Zeitverzögerung bei den geplanten Maßnahmen führen, begründete der IVA in einer Mitteilung seine Entscheidung.

Man habe im Einvernehmen mit Feratel beschlossen, die anhängige Klage zurückzuziehen. Somit könne der Gesellschafter-Ausschluss (Squeeze-out) im Firmenbuch durchgeführt werden und die Streubesitz-Aktionäre würden in den nächsten Wochen den Abfindungsbetrag von 4,01 Euro je Aktie erhalten, so der IVA. Unabhängig davon werde man aber einen Antrag auf gerichtliche Überprüfung des Abfindungsbetrages stellen.

Der Squeeze-out war bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Feratel am 20. Mai in Innsbruck beschlossen worden. IVA-Chef Rasinger hatte kritisierte, dass Schröcksnadel damit die gesetzliche Bestimmung umgehe, wonach nur ein Aktionär mit mehr als 90 Prozent der Anteile Kleinanleger herausdrängen kann. Diese Hürde habe Schröcksnadel nur genommen, indem er Anteile mehrerer Aktionäre in einer Beteiligungsgesellschaft zusammengefasst habe. (APA)

 

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