Österreich hat dritthöchste Ausgaben in der EU

15. Oktober 2009, 11:09
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Aber kaum Steigerung bis 2060 erwartet - In 51 Jahren laut EU-Kommission "nur" mehr an zehnter Stelle

Brüssel - Österreich hat die dritthöchsten Ausgaben für Pensionen unter allen 27 EU-Staaten. Nach einem Bericht der EU-Kommission werden die Pensionskosten im nächsten Jahr 12,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Österreich betragen, höher liegen nur Italien mit 14,0 und Frankreich mit 13,5 Prozent des BIP.

Allerdings weist der Nachhaltigkeitsbericht der EU-Kommission in einer Vorschau für 2060 lediglich einen Anstieg von 1,0 Prozent des BIP bei den österreichischen Pensionsausgaben aus. Für Luxemburg, das 2010 nur mit 8,6 Prozent Ausgaben für die Pensionen aufscheint, wird dagegen ein Anstieg um 15,3 Prozent vorhergesagt. Das würde bedeuten, dass Österreich in 51 Jahren "nur" mehr an 10. Stelle der Pensionsausgaben in der Europäischen Union stünde - neun Länder hätten höhere Aufwendungen, die anderen 17 Staaten geringere.

Die EU-Kommission hat auch aufgrund der steigenden Lebenserwartung eine Anhebung des Pensionsantrittsalters gefordert. Es wird darauf verwiesen, dass im EU-Schnitt die Lebenserwartung von Frauen von heute 82,1 Jahren auf 89,0 Jahre bis 2060 steigen wird. Bei Männern liegt die Lebenserwartung heute bei 76,0 Jahren, 2060 wird mit 84,5 Jahren gerechnet. Für Österreich weist der Bericht bei Frauen eine Lebenserwartung von heute 82,9 Jahren aus, 2060 soll er auf 89,2
Jahre steigen. Bei Männern sind es derzeit 77,4 Jahre in der Alpenrepublik, 2060 sollen es bereits 84,9 Jahre sein. Die Kommission meinte, das Pensionsalter sollte im Rahmen der zu erwartenden höheren Lebenserwartung ebenfalls nach oben klettern. Eine konkrete Zahl wurde allerdings nicht genannt.

Nachfolgend die Tabelle:

~
Land Pensionsausgaben
in Prozent des BIP
2010 2060 Veränderung

Italien 14,0 13,6 - 0,4
Frankreich 13,5 14,1 + 0,6
ÖSTERREICH 12,7 13,7 + 1,0
Portugal 11,9 13,4 + 1,5
Griechenland 11,6 24,1 + 12,5
Ungarn 11,3 13,9 + 2,6
Polen 10,8 8,6 - 2,1
Finnland 10,7 13,3 + 2,6
Belgien 10,3 14,8 + 4,5
Deutschland 10,2 12,7 + 2,5
Slowenien 10,1 18,6 + 8,5
Schweden 9,6 9,4 - 0,2
Dänemark 9,4 9,2 - 0,2
Bulgarien 9,1 11,3 + 2,2
Spanien 8,9 15,1 + 6,2
Luxemburg 8,6 23,9 + 15,3
Rumänien 8,4 15,8 + 7,4
Malta 8,3 13,4 + 5,1
Tschechien 7,1 11,1 + 4,0
Zypern 6,9 17,7 + 10,8
Großbritannien 6,7 9,2 + 2,5
Slowakei 6,6 10,2 + 3,6
Niederlande 6,5 10,5 + 4,0
Litauen 6,5 11,4 + 4,9
Estland 6,4 4,8 - 1,6
Irland 5,5 11,4 + 5,9
Lettland 5,1 5,1 0,0

(APA)

 

 

 

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