Roche überrascht mit starken Zahlen

15. Oktober 2009, 08:48
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Der Pharmakonzern nimmt im Quartal deutlich mehr ein als erwartet, Antrieb kam vor allem durch die Tamiflu-Nachfrage

Zürich/Basel - Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat seine Umsatzprognose leicht angehoben. Die Basler erwarten nach Angaben vom Donnerstag dieses Jahr im Pharmageschäft nun zumindest ein hohes einstelliges Verkaufswachstum und rechnen mit deutlich mehr Einnahmen aus dem Verkauf des Grippemedikaments Tamiflu als bisher. Die von der Angst vor einer Schweinegrippe-Pandemie getriebenen Tamiflu-Verkäufe veranschlagt Roche nun mit rund 2,7 Mrd. Franken (1,78 Mrd. Euro) statt der bisher erwarteten zwei Mrd. Franken. Beide Divisionen sollen deutlich stärker als der Markt wachsen.

Im dritten Quartal 2009 stieg der Konzernumsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um zehn Prozent auf 12,39 Mrd. Franken und damit leicht stärker als von Analysten erwartet. In der Pharmasparte zogen die Erlöse dank Tamiflu und der anhaltend guten Nachfrage nach Krebsmedikamenten wie Mabthera oder Avastin um elf Prozent auf 9,93 Mrd. Franken an. Nach Roche-Angaben wuchs das Pharmageschäft doppelt so stark wie der Weltmarkt.

Roche bekräftigte seine Gewinnprognose. Der Kerngewinn je Genussschein und Inhaberaktie soll dieses Jahr und 2010 zweistellig wachsen. Der Konzern will die Schulden bei unveränderter Dividendenpolitik abbauen und 2015 wieder über ein Nettobarvermögen verfügen. Roche hatte im März die noch nicht in seinem Besitz befindlichen Anteile des US-Biotechnologiekonzerns Genentech nach einer monatelangen Übernahmeschlacht für 46,8 Mrd. Dollar (31,4 Mrd. Euro) übernommen.

Analysten hatten im Schnitt mit 12,18 Mrd. Franken Quartalsumsatz im Konzern und 9,72 Mrd. Franken in der Pharmasparte gerechnet. (APA/Reuters/AP)

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    Die Angst vor der Schweinegrippe treibt die Nachfrage nach dem Mittel Tamiflu an.

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