Schweiz und Slowakei dabei

15. Oktober 2009, 00:18
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Torloses Remis reichte Hitzfelds Helden - Slowaken feiern erste Teilnahme - Griechenland Ukraine, Slowenien und Portugal im Playoff - Spanien makellos

Wien - Die Schweiz und die Slowakei haben sich am Mittwoch für die Fußball-WM 2010 in Südafrika qualifiziert. Den Eidgenossen genügte daheim in Basel gegen Israel ein 0:0, um Platz eins in Gruppe 2 zu fixieren. Die Slowakei qualifizierte sich in Gruppe 3 mit einem 1:0 in Polen. Damit stehen neun europäischen Teilnehmer an der Endrunde fest, bereits davor hatten die Gruppensieger Niederlande, England, Spanien, Deutschland, Dänemark, Serbien und Italien ihr Ticket gelöst.

Die restlichen vier Europa-Fahrkarten werden in in den Playoffs am 14. und 18. November vergeben. Diese Chance bietet sich den acht besten Gruppenzweiten Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Frankreich, Portugal, Griechenland, Russland, die Ukraine und Irland.

In Gruppe 1 ging es um Rang zwei hinter Dänemark. Diesen Platz schaffte doch noch Portugal dank eines sicheren 4:0-Heimerfolges über Malta. Ohne den verletzten Cristiano Ronaldo trafen Nani (14.), Simao Sabrosa (45.), Veloso (52.) und Edinho (90.). Schweden scheiterten trotz eines 4:1 vor Heimpublikum gegen Albanien (Rapids Salihi traf für die Gäste), die Dänen konnten sich eine Heimpleite gegen Ungarn leisten (0:1).

In Gruppe 2 löste die Schweiz dank eines 0:0 in Basel gegen Israel das WM-Ticket.  Für Ottmar Hitzfeld bedeutet die Qualifikation den ersten großen Erfolg als Trainer einer Nationalmannschaft. Den Eidgenossen reichte das Remis zur Teilnahme am vierten Großereignis (WM oder EM) in Serie, bei den Israelis, die bei einem Sieg auch noch Aussichten gehabt hätten, sah Yadin Gelb-Rot (59.). Griechenland sicherte mit einem glanzlosen 2:1 zu Hause gegen Luxemburg Rang zwei ab.

Die Slowakei jubelt über die erste Teilnahme an einer WM. Dank eines Eigentors von Gancarczyk (3.) setzten sich die Slowaken in Gruppe 3 auswärts gegen Polen 1:0 durch und sicherten sich die direkte Qualifikation. Slowenien, daduch im Rennen um den Gruppensieg ausgebremst, fixierte durch ein 3:0 in San Marino Platz immerhin Platz zwei. Tschechien, das zum Abschluss nur 0:0 daheim gegen Nordirland spielte, blieb auf der Strecke.

In Gruppe 4 waren die Positionen bereits bezogen, Deutschland verwies Russland auf Platz zwei. Zum Abschluss bekleckerten sich die beiden Favoriten nicht gerade mit Ruhm, Deutschland spielte daheim gegen Finnland ebenso nur 1:1 wie Russland in Aserbaidschan. Die Finnen gingen in Hamburg durch Johansson überraschend in Führung (11.), Podolski verhinderte mit seinem späten Treffer (90.) die erste deutsche Pleite gegen die Finnen seit 86 Jahren.

Eine perfekte Bilanz finalisierte Europameister Spanien in Gruppe 5. Das 5:2 in Zenica gegen Bosnien-Herzegowina war der zehnte Sieg im zehnten Match. Bei den Bosniern, die bereits als Zweiter festgestanden waren, waren die beiden Österreich-Legionäre Muratovic (Sturm Graz) und Vladavic (Salzburg) im Einsatz. Für die Spanier trafen Pique (13.), Silva (14.), der überragende Sevilla-Stürmer Negredo (50., 55.) und Mata (89.). Beide bosnischen Goals fielen in der Nachspielzeit. Im nur politisch bedeutsamen Match zwischen der Türkei und Armenien siegten die Hausherren 2:0.

In Gruppe 6 ließ sich die Ukraine Platz zwei nicht mehr nehmen, die Pflichtübung in Andorra wurde mit 6:0 erledigt. Das erlösende 1:0 erzielte Schewtschenko (21.), nach dem zweiten Tor durch Gusew (61.) war die Partie endgültig entschieden. Den Kroaten nutzte damit auch der 2:1-Erfolg in Kasachstan nichts mehr. Der bereits davor feststehende Gruppensieger England fertigte daheim Weißrussland 3:0 ab, Crouch traf zweimal.

In der Österreich-Gruppe 7 musste sich Gruppensieger Serbien in Litauen 1:2 geschlagen geben, den entscheidenden Treffer in Marijampole markierte Stankevicius per Elfmeter (68.). Litauen erreichte damit hinter Serbien, Frankreich und Österreich Rang vier, nur Fünfter Rumänien, das die Färöer in Piatra-Neamt 3:1 bezwang.

In Gruppe 8 war Alberto Gilardino neuerlich der Mann des Abends. Weltmeister Italien, bereits fix qualifiziert, lag in Parma gegen Zypern nach Toren von Okkas (12.) und Michail (49.) 0:2 zurück und auf Kurs Richtung Blamage, doch dann drehte der Stürmer das Match mit einem lupenreinen Hattrick (78., 81., 92.) und sorgte für das Happyend - 3:2. Die Iren (0:0 gegen Montenegro) bestreiten das Play-off, Bulgarien schoss sich mit einem 6:2 daheim gegen Georgien den Frust von der Seele. (red/APA)

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    Die Slowakei zangelte sich im polnischen Winter zu ihrer ersten Weltmeisterschaft.

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    Hitzfelds Schweizer bewiesen, dass ein 0:3 gegen Luxemburg noch lange nicht das Ende von WM-Träumen bedeuten muss.

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    Nani und Portugal stehen Kopf. Mit drei Siegen in den letzten drei Partien schaffte es der WM-Vierte von 2006 wenigstens noch ins Playoff.

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